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Dienstag, 5. Juli 2016

Drei Freunde am Meer



Drei Freunde am Meer




Trudi die Eule,  Emil der Esel und der Lesefuchs sind endlich am Strand angekommen. Das ganze Jahr haben sie sich schon auf den Urlaub am Meer gefreut. Erschöpft von der langen Fahrt, schlüpfen die Freunde aus dem großen Anhänger, indem sie sich vor der Fahrt eingeschmuggelt hatten. Der Fahrer hat wirklich nichts bemerkt und ist wie geplant Richtung Strand gefahren. "Schuhuuuu", ruft Trudi aufgeregt."Schaut wie wunderschön! Da vorne ist es." "Iaaaaaaaaaaa", antwortet Emil lauter als geplant. "Los lasst uns zum Wasser laufen, wer als letztes ankommt ist eine lahme Ente." Fuchs und Esel laufen los, während Trudi durch die Luft saust. Vergnügt stürzen sich die Freunde in die Fluten und toben in den Wellen. Dann hält der schlaue Lesefuchs einen Vortrag über Sonnenbrand und wie man sich schützen kann. "Iaaaa, nicht schon wieder. Mach dich mal locker alter Nerd", ruft Emil und zieht sich von den Wellen angespülte Flip Flops an. "Schuh hahah Schuh ahhaha Schuhuuu...", lacht Trudi und setzt noch einen drauf, indem sie sich übers Gefieder ein paar angespülte Schwimmflügel streift. Sie bleibt stecken und fällt wie ein gefiedertes Hotdog zur Seite. "Iaaahahahahah", grölt Emil und auch der schlaue Lesefuchs kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Emil hilft Trudi mit seinen riesigen Maul und streift die Schwimmflügel ab. Er muss aber immer wieder eine Pause machen, weil er vor Lachen fast selbst zur Seite kippt. Die pinken Flipflops an seinen Eselhufen sorgen für noch mehr Gelächter. Erschöpft legen sich die Freunde nach dem Planschen auf den warmen Sand in die Sonne und strecken ihre Glieder und das Gefieder. "Eine Abkühlung von innen wäre gar nicht schlecht oder?", fragt Trudi in die chillige Runde. "Iaaaah", antwortet Emil und sein Bauch gibt laute, knurrende Geräusche von sich. "Ich hab da eine Idee", spricht der Lesefuchs und läuft ohne ein weiteres Wort los. Verwundert schauen Emil und Trudi dem roten, buschigen Schwanz hinterher, der schnell im Sonnenlicht verschwimmt. "Was er wohl geplant hat?", fragt sich Emil. Trudi nickt schweigend und schließt dann relaxt ihre Augen. "Ach der kommt schon wieder. Du kennst ihn ja", nuschelt sie vor sich hin. Und tatsächlich taucht der schlaue Lesefuchs nach einer halben Stunde wieder auf und überrascht seine Freunde, mit einer Tüte die er hinter sich herzieht. "Was ist denn das?", ruft Emil erstaunt und Trudi flattert aufgeregt um den Lesefuchs herum, aber sie kann leider nichts erkennen. "Ich hab eine Überraschung für euch", spricht der Lesefuchs und zerrt die Tüte vor den Esel. "Los zieh es raus", spricht der Fuchs und Emil beginnt sogleich mit seinen riesigen Zähnen den Inhalt der Tüte freizulegen. "Iaaaaah", ruft er freudig, als er erkennt was der Fuchs da mitgebracht hat. Ein erstauntes "Schuhuu!", entweicht Trudis Kehle. Vor ihnen steht eine riesige Eisbombe, die in allen Farben in der Sonne erstrahlt. Die Zuckerperlen reflektieren das Licht und funkeln verlockend, während der Krokant crunchig, nussige Genüssen verspricht. Die Schokosplitter beginnen bereits zu schmelzen und verbinden sich zu kleinen dunklen Flüssen. "Los, lasst uns reinhauen bevor die Bombe völlig schmilzt", spricht der Fuchs und beißt genüsslich in die erste weiche Vanille-Sahne-Ecke mit Zuckerperle. Trudi und Emil sind baff, nehmen das Angebot aber gerne an. Die Torte wird immer kleiner und schon bald ist nur noch eine kleine Vanillepfütze auf dem Sand zu erkennen. Emil rülpst "Irülpäääääh" und streicht sich mit seinen Vorderhufen über den dicken Vanillebauch. "Super lecker!", schwärmt Trudi und der schlaue Lesefuchs grinst. Wie er an die Eisbombe rangekommen ist, bleibt sein Geheimnis. Er erzählt nie, wie er solche Wunder vollbringt. Eine Überraschung hat er aber noch. Nachdem alle gestärkt und von innen gekühlt sind, geht`s wieder zum Meer. Gespannt folgen die Freunde dem Lesefuchs, der sie einige Meter am Strand entlangführt. "Hier ist es!", ruft er laut. Trudi und Emil blicken anerkennend auf den Fuchs. "Wo hast du denn das aufgetrieben?", fragt Trudi erstaunt. "Ich glaub das hat ein Mensch extra hier befestigt, aber weit und breit ist niemand zu sehen.", erklärt der Lesefuchs und springt in seinen neusten Fund. "Los kommt rein!", fordert er seine Freunde auf ihm zu Folgen. Emil brauch einige Anläufe, bis er tatsächlich sicher landet. Trudi hat es da schon einfacher. Sie fliegt einfach elegant auf einen Sitz. "Und was machen wir jetzt?", will Emil wissen, der sich die neue Entdeckung noch nicht erklären kann. Der Lesefuchs trennt mit seiner Schnauze ein Seil los, was den geheimnisvollen Fund mit dem Strand verbindet. "Du musst nur auf die Pedale treten. Deine Füße sind groß genug.", erklärt das schlaue Kerlchen und Emil folgt seinen Anweisungen. "Schuhuuuu!, Iaaaaah!", ertönt es aus dem Tretboot und die Fahrt geht los. Gut das weit und breit keine Menschen in Sicht sind. So können die Freunde eine große Runde auf dem Meer genießen und sie lachen und erzählen sich Geschichten bis die Sonne schon fast am Horizont verschwindet. Dann machen sie sich auf die Suche nach einer neuen Mitfahrgelegenheit Richtung Heimat. Was für ein großartiger Tag und ein toller Urlaub! Da sind sich alle Drei einig.