Montag, 24. Februar 2014

Minimalistischer Kleiderschrank

Lass das Alte los, um Platz für Neues zu schaffen:


Wer kennt das nicht? Man hortet Kleidungsstücke, die einem entweder gar nicht mehr passen oder für irgendwelche Gelegenheiten die eh nicht mehr kommen. An manchen Kleiderstücken hängen auch Erinnerungen und wir wollen uns nicht trennen. Einige Erinnerungen tun sogar weh. Manche Kleider und Schuhe sehen auch noch wie neu aus, waren aber ein Fehlkauf oder passen einfach nicht mehr zu unserem Stil oder unserer Lebenseinstellung...
Bei mir war das auch so und ich hatte sehr viele Kleidungsstücke im Schrank für irgendwann einmal zum anziehen oder zum Nähen oder zum Basteln oder oder oder... 
Gründe gabs genug um zu Horten und zu stapeln... 
Es könnte ja noch der Tag kommen, an dem ich dies oder jenes brauche^^
Aber der Tag kommt natürlich nicht, denn bis dahin sind die Kleidungsstücke out oder der Stoff ist alt und hat sich kaputt gelegen. Manches hat dann auch sogar vielleicht Flecken bekommen und ist ergraut....
Wäre es eigentlich nicht viel schöner wenn man den Kleiderschrank öffnet und man hat eine übersichtliche Anzahl von Lieblingsstücken, die auch wirklich getragen werden und einen glücklich machen? Genauso wie man alte, schlechte Gedanken und Verhaltensmuster über Board wirft, so kann man seinen Kleiderschrank strukturieren und minimieren. Man sollte sich auf das Wesentliche, auf das was einem wirklich wichtig ist, auf das was einen glücklich macht konzentrieren. So kann man mit der ganzen Wohnung, mit seinem ganzen Leben verfahren. Das Beispiel des Kleiderschrankes lässt sich auf alle Bereiche im Leben und in der Seele, auf unsere Gedanken projezieren. Lasse los und sei glücklich, lasse los und lebe.  
Verabschiede dich vom Alten, um Neues  zu begrüßen!

Das große Ausmisten ist angesagt und der Kleiderschrank ist das erste wichtige Ziel!
Man sollte Schublade für Schublade durchgehen und Kleiderbügel für Kleiderbügel, Fach für Fach. Auch bei gelagerten Kisten auf dem Dachboden oder in irgendeiner Kammer. Lasse dir Zeit, mache es am Besten an einem Tag wo du Ruhe hast.

Stell dir folgende Fragen beim räumen:
Passt das noch?
Wie ist die Qualität? Schwitze ich darin? Ist es ausgeleihert? Wie ist der Schnitt? Tragbar oder nicht?
Mag ich dieses Kleidungsstück?
Welche Erinnerungen, Gefühle sind damit behaftet? Positiv oder Negativ?
Wie oft trage ich dieses Teil?
Wie alt ist es bereits und trau ich mich damit noch auf die Straße? 
Ist es zu schrill, zu ausgefallen?
Wie bequem, praktisch ist das Kleidungsstück?
Kann ich diese Farbe mit meinen anderen Kleidungsstücken kombinieren?
Ist das noch mein Stil, passt es noch zu mir und meiner Lebenseinstellung?
Kann ich dieses Teil noch für den Garten/Arbeit oder für feierliche Anlässe nutzen? 
(Achtung!!! Hier aber nur wirklich ein oder zwei Sets behalten, da man keine 10 Hosen zum Arbeiten im Garten, zum Putzen oder für auf die nächste Familienfeier benötigt.)
Wer spezielle Arbeitskleidung für den Beruf hat, sollte diese extra sortieren und ausmisten und im Schrank dafür eine extra Ecke einrichten.


Nun werden Kisten beschriftet und bestückt:

1. Kiste:  Kleidungsstücke und Accessoires die man behalten möchte.  
(Lieblingsstücke die man gerne und oft trägt und 1-2 Sets Arbeitswäsche und
Feierkleidung)

2. Kiste: Kleidungsstücke und Accessoires die man wegwerfen muss.
(Kaputte, unbrauchbare Sachen.)

3. Kiste: Aussortierte Kleidung und Accessoires für die Altkleidersammlung 
(Unmoderne, alte Kleidung die man spenden kann, aber die nicht mehr verkaufbar ist.)

4. Kiste: Kleidung und Accessoires zum Verkaufen/Verschenken/Tauschen
(Moderne Kleidung, die noch Neu oder in einem sehr guten Zustand ist)



Das Finish:
Nachdem man sich nach einem Tag bis zu ein paar Tagen durch den Berg gearbeitet hat, schaut man sich die 1. Kiste nochmal an und man wird feststellen, dass vielleicht doch noch 2-3 Stücke drin sind, die raus können. Auch nochmal alles auf Mängel prüfen, bevor der Kleiderschrank neu bestückt wird und die Sachen aus Kiste 1 nochmal alle anziehen, begutachten und kritisch hinterfragen, dann gegebenenfalls bügeln und in den frisch ausgewaschenen Schrank hängen. Am besten noch mit einem tollen Duftsäckchen den neuen, frischen, minimalistischen Kleiderschrank bestücken. Der Inhalt von Kiste 2 kommt nun in den Müll, Kiste 2 wird zum Altkleidercontainer gebracht und Kiste 4 kann bei Facebook, Ebay, Kleiderkreisel, im Second-Hand-Laden oder sonstwo verkauft, gespendet oder getauscht werden. Eine super Idee sind übrigens aus Umsonstläden, wo man seine Sachen abgeben und neue Sachen auch erstehen kann. 



Da ich leider keinen Umsonstladen oder Second-Hand-Laden in der Nähe  habe, habe ich meine Sachen auf Kleiderkreisel gesetzt und sie dort verkauft/getauscht und auch ein paar Teile im Bekanntenkreis verschenkt. Mit dem Erlös kaufe ich mir entweder etwas für die Garderobe, was mir wirklich fehlt und was ich auch anziehe oder es wandert in die Spardose für einen schönen Tag mit meinem Liebsten.
Ich persönlich kaufe mittlerweile übrigens nur noch gebrauchte Kleidung, da sie meistens im hervorragenden Zustand angeboten wird zu einem Bruchteil des Ladenpreises und so kann ich auch hübsche Vegane Fair Trade und Biobaumwollkleidung zum minimalen Preis ergattern. Was natürlich ein weiterer Vorteil von gebrauchter Kleidung ist, dass nicht unnötig Ressourcen wie Felder und Urwaldflächen, Wasser , Energien und so weiter verschwendet werden. 

Ergebnis:
Nachdem man seinen Kleiderschrank auf ein Minimum reduziert hat und den alten Balast losgeworden ist, kann man feststellen, dass man sich auch seelisch um einiges leichter, besser und sortierter fühlt und das man ein Strahlen im Gesicht hat, wenn man nun seinen Kleiderschrank morgens öffnet und das man sich so auch sehr viel wohler fühlt.



Die Zukunft
Mir ist aufgefallen, dass bei mir noch 2-3 Wochen später, dass ein oder andere Teil aus dem Kleiderschrank verschwunden ist, weil ich mich nun einfach davon lösen kann. Es hat einfach `Klick`gemacht und mir wurde auch bei einigen Sonderexemplaren klar, an die ich mich noch beim Aussortieren klammerte, dass ich sie einfach nicht brauche und das sie nur im Kleiderschrank rumhängen würden. So kann ich jetzt wenigstens noch eine Person damit beglücken die diese Kleidung auch nutzt bzw anzieht. Mittlerweile habe ich fast 100 Kleidungsstücke und Asseccoires aussortiert, verschenkt, weggeschmissen und/oder verkauft/getauscht.
Mein Kleiderschrank ist nun aufgeräumt, sortiert und sehr übersichtlich, ja sogar fast leer, aber ich liebe es so. Ich freue mich jeden Morgen über die Leichtigkeit, die Struktur und die Lieblingsstücke, die mir sofort ins Auge springen. Ich ärger mich nicht mehr über sperrige Kleidungsstücke die ich nicht mag, gestapelte und unordentliche Haufen oder irgendwelche alten Shirts, die mich an meine Jugendzeit erinnern. Nein, so wie es jetzt ist, ist es perfekt und so will ich es auch beibehalten.
Die Zeiten sind nun auch vorbei wo ich für eine Woche mit einem Koffer verreiste der so groß war das man meinte ich müsste ausziehen. Mittlerweile gehts auf Reisen mit einem einfachen Rucksack. Ich habe gelernt was wichtig ist und was mich behindert. 

Wichtig für die Zukunft ist, nicht wieder die gleichen Fehler zu begehen, in alte Verhaltensmuster zu rutschen und zu horten. Kaufst du zum Beispiel eine neue Winterjacke, dann kannst du die alte aussortieren. Hast du einen neuen Schal, so geb deinen alten weiter...

Wie ich am Anfang bereits schrieb, kann man den minimalistischen Kleiderschrank, auf seine Gedanken und seine Seele, aber auch auf den Rest der Wohnung und auf sein ganzes Leben anwenden. Dies tue ich nun Stück für Stück. Ich räume und sortiere meine ganze Wohnung und sortiere und räume auch alte Gedanken, schlechte Gefühle und Erinnerungen aus, um Neues zu begrüßen, aber auch um mich leicht und frei zu fühlen und jede Menge Balast von mir zu lösen. Dadurch das man minimalistisch  lebt, ist man auch viel freier, denn man kann zu jeder Zeit mit wenig Gepäck reisen und man ist nicht gebunden. Dadurch das man sich nicht krampfhaft an Güter klammert, sich an sie kettet, Berge von Balast sammelt, kann man tatsächlich zu jeder Zeit wann, wo, wie man will in Freiheit ungebunden leben und auch den Geist befreien. Das Gehirn und die Seele können endlich atmen und über die Dächer der Welt blicken, anstatt im Unrat zu versinken.  
Zudem spart man als positiver Nebeneffekt auch noch eine Menge Geld und Zeit.
Für mich trifft jener Spruch beim Minimalismus eindeutig zu:" Weniger ist mehr"

Einen tieferen Einblick zum Thema Minimalismus findet ihr zB hier bei Mr. Minimalist 


Sonntag, 23. Februar 2014

Dreads herstellen

Hier zeige ich euch wie ich meine Dreads hergestellt habe:

Sehr lockiges, dickes Haar kann man versuchen so verfilzen zu lassen, wobei man bei europäischem Haar doch meistens nachhelfen muss.

Ihr benötigt:
- Rosshaargummis oder Zahnspangengummis oder Faden zum Binden
- Einen Kamm mit sehr engen Zacken, vorzugsweise ein Läusekamm oder Flokamm aus Metall
- Häkelnadeln in Größe 0,6-0,75 und in Größe 1-2
- Einen Stielkamm zum einteilen der Strähnen am Anfang
- Eventuell einen guten Freund/Freundin zur Hilfe
- Viel Zeit und Geduld

Vorbehandlung:
Die Haare kann man vorbehandeln indem man sie mit Reinigungsshampoo in den vorherigen Tagen wäscht. Auch Meersalzwasser, Sud aus Kamille, Kieselerdepulverkur lässt die Haare im voraus sehr trocken werden. Man sollte keinen Conditioner, pflegende Shampoos, Kuren, Öl oder Sprays verwenden. Die Haare müssen frei sein von Rückständen. Es sollte sich kein Festiger oder sonstiges in ihnen befinden. Die Haare sollten vollends getrocknet sein bei der Herstellung.

Anfang/Strähnenaufteilung:
Am besten schnappt man sich nun einen Freund, weil der beim Hinterkopf am besten helfen kann, aber es geht auch alleine. Mit einem Stielkamm werden die Haare in Quadrate eingeteilt Strähne für Strähne. Teile die Sektionen so ab, je nachdem wie dick die Dreads werden sollen und kachel sie schön versetzt, also nicht wie ein Schachbrett, weil man sonst später Löcher sieht, die nicht gut aussehen. In jede Strähne kommt ein Rosshaargummi bzw ein Zahnspangengummi rein oder man bindet mit einem Faden ab. Wenn man einen Faden benutzt, sollte er nicht zu wollig sein, damit er nicht später mit einfilzt. Die Haargummis kann man für 1-2 Haarwäschen im Haar lassen. Dann sollte man sie auswechseln, weil die Gefahr besteht das sie weich werden und sich auflösen und ins Haar mit hineinwachsen oder es verkleben. Nach einiger Zeit braucht man gar keine Gummis mehr, wenn der Ansatz schön verfilzt ist. Das wirst du nach einer Weile merken. 
Auf meinem Foto hab ich Haushaltsgummis benutzt, weil ich sonst keine Gummis hatte, aber ich habe sie später ausgewechselt, weil sie doch sehr schnell weich werden und auch einfach zu groß sind. 






Ich habe dann eine Mischung aus Backcombing-Methode und Häkeln genutzt. Man kann alle Methoden miteinander verbinden, wie man das gerne möchte oder wie man am besten klar kommt.

Es gibt auch noch die Strähnchenmethode:
Bei dieser Methode nimmt man die Spitzen einer Strähne in zwei Fingern und verzwirbelt sie, dann wird die Strähne geteilt und nach oben hin auseinander gezogen. Das macht man immer wieder. Aufpassen muss man das der Ansatz gut verfilzt. Es bilden sich durch das zwirbeln und immer wieder aufspalten und nach oben ziehen kleine Knötchen, womit man das Haar verfilzt.

Mit der  Backcombing-Methode habe ich begonnen:
Hier werden die Haare Strähnchen für Strähnchen (am besten mit einem Läusekamm oder Flohkamm aus Metall, da Kunststoff gerne bricht) toupiert. Man fängt dann am Ansatz an zu filzen, rollt immer wieder mal den verfilzten Strang zwischen den Fingern und filzt dann wieder, bis nix mehr geht. Stehen die Dreads vom Kopf ab, ist das immer ein gutes Zeichen, dass sie gut gefilzt sind. Das ist nicht schlimm und völlig normal, die legen sich mit der Zeit wieder an.

Áuf diesem Foto hatte ich nur einen Plasikkamm mit engen Zacken zur Hand, der aber sehr schnell gebrochen ist, so das ich mit einem metallenen Flohkamm weiter gemacht habe, der auch um einiges besser zur Herstellung geeignet war. 


So sieht dann der gefilzte Strang aus, den ich anschließend gehäkelt habe und so gehts dann weiter Strähne für Strähne, bis die Dreads sich  gefestigt anfühlen.

 

Palm Rolling:
Immer wieder kann man zwischen durch  Palm Rollen Hier ein Link dazu. Das Palm Rolling nutzt man um die Dreads in Form zu bringen, damit sie schön rund aussehen. Später kann man immer wieder mal zwischen durch seine Dreads Palm rollen.
Es wird auch genutzt, um die Minihäärchen, die man nicht verhäkelt bekommt anzulegen, damit sie leichter mit einfilzen. Man nimmt den Dread hierbei zwischen seine zwei Handflächen und rollt ihn hin und her.

Nachdem Backcombing hab ich jeden einzelnen Dread gehäkelt: 



Das Häkeln:
Dabei gibt es zwei Methoden. Mit einer 0,6-0,75 großen Häkelnadel kann man sehr feine Haare in den Dread ziehen die abstehen. Dabei geht man immer wieder rein und raus mit der Häkelnadel und man kann fühlen ob die Häärchen mit eingezogen werden, wenn man sie zwischen zwei Fingern plattdrückt und vorsichtig dazwischen die Häkelnadel durch den Dread steckt und dann zwischen den Fingern die Haare immer wieder mit reinzieht. Da die Häkelnadel einen sehr kleinen Kopf hat, ist sie sehr gut geeignet um kleine Fusselhaare einzuarbeiten und so kann man auch den Ansatz noch etwas festigen. Diese Häkelmethode dauert länger, der Dread wird so aber auch fester. 

 



Dann gibts noch eine zweite Häkelmethode mit einer Häkelnadel von Größe 1,25-2 kann man lose Haare die man zuvor mit den Fingern verzwirbelt hat zu einer Spitze mit der Nadel vorsichtig durch den Dread ziehen. Nun kommt sie an der anderen Seite raus. Dort kann man sie dann wieder verzwirbeln und immer ein Stück weiter nach unten vom Ansatz aus verarbeiten, bis sie im Dread verschwunden ist. So geht man nun immer wieder vor, bis alle Haare weg sind und der Dread schön fest. Niemals mit gewalt Haare reissen oder zerreissen, da man sonst die Dreadlocke irgendwann in der Hand hat. Man wird geübter mit der Zeit und auch schneller. 


   

Fertigstellung:
Nachdem ich jeden Dread gehäkelt hatte, habe ich einen Gummi in die Spitzen gemacht. In den folgenden Tagen und Monaten muss man noch oft nachhäkeln.


 


Ich habe für die Dreadherstellung etwa 4 Tage gebraucht. Es ist eine heiden Arbeit Strähne für Strähne zu verfilzen.  So sah das Ergebnis dann am Anfang aus^^



Zu Beginn ist es so, dass man durchs Schlafen, weil die Dreads noch nicht richtig verfilzt sind, durchs Haarwaschen ect fast jeden Tag oder alle zwei Tage häkeln muss, damit die Dreads sich nicht auflösen. Ich brauch dafür im Moment ca. 2 Stunden und ich mache es immer beim Fernsehen. Helfen kann auch eine Mütze, die man vorm Schlafen anzieht, damit durch das Liegen, nicht zuviele Haare rausflutschen. Dies habe ich selbst aber noch nicht ausprobiert. Erst nach 6 Monaten beginnt ein ordentlicher Verfilzungsprozess und erst nach einem Jahr sehen Dreads richtig gut aus. Später brauch man nur noch selten nachhäkeln. Doch bis dahin machen die neuen Dreads sehr viel arbeit. Auch beim Häkeln, wenn man es richtig gemacht hat, stehen die Dreads etwas vom Kopf ab. Wen das stört, der kann sich ein Haarband drüberziehen oder eine Mütze. Dann liegen sie schneller wieder an. Am Anfang dachte ich schon, ohje die Haare verfilzen nie, aber ich wurde nach und nach mit dem Häkeln besser und nun sehen meine Dreads schon recht gut aus. 
Manche Leute arbeiten auch mit der Filznadel, aber das find ich ehrlich gesagt zu heftig, da man mit der Filznadel auch leicht Haare ausreissen und den Dread zerstören kann.

So sah das Ergebnis dann nach ein paar Tagen aus, nachdem ich schon 1-2 Mal nachgehäkelt hatte. 





Was es noch zu sagen gibt:  
Europäische Haare sind für Wachs absolut nicht geeignet, also nehmt kein Wachs zum Dreaden.  Nehmt kein Haarspray, auch keine sonstigen Chemikalien, Dauerwellen ect. Auch keinerlei Lebensmittel und Öle dürfen in die Haare, denn das kann zur Schimmelbildung führen und verklebt nur die Haare, man verfilzt sie damit aber nicht.

Man sollte sich darauf einstellen, das gerade am Anfang viel Nacharbeit auf einen zukommt, bis die Haare nach 6 Monaten richtig beginnen mit filzen. Nach einem Jahr sehen Dreads erst richtig gut aus und je älter sie werden, auch immer hübscher. 

Häkeln, Häkeln, Häkeln ist angesagt und muss immer wieder gemacht werden, es seidenn man möchte Natural Dreads haben. Ich habe mich jedoch für die weniger wilde Methode entschieden und bevorzuge die gehäkelte, ordentlichere Variante, obwohl ich Naturdreads wie von Anna April auch sehr schön finde. Ansätze muss man nachfilzen und man kann einmal im Monat eine Kieselerdekur auf den Kopf machen, um die Verfilzung zu beschleunigen. Ansonsten kann man natürliche Sachen die die Haare austrocknen in die Haare noch sprühen zB Meersalzwasser, Kamillentee. Keine Chemie, keine Lebensmittel, keine Öle und Pflegeprodukte oder Kuren sollten verwendet werden. Einzelne Dreads die nicht filzen wollen, kann man mit Wolle zusätzlich umwickeln. Es gibt Leute die schwören auf die sogenannte TM Terrormische, die aus Salz, Wasser und Seife besteht, ich finde solche Methoden jedoch zu agressiv und lasse meine Haare dann doch lieber natürlicher verfilzen.


So sahen die Dreads frisch gehäkelt nach ca. 1 Monat aus


Waschen:
Gewaschen werden dürfen die Dreads eigentlich direkt nach ein paar Tagen. Es gibt ja Leute die Waschen sich die Dreads dann ein paar Wochen nicht, aber dies kann zu Stinken, Schimmel und auch dazu führen das die Dreads nicht richtig filzen, denn das Haarfett (Sebum) behindert den Verfilzungsprozess. Natürlich kann es passieren das am Anfang gerade bei den Spitzen und am Ansatz Haarsträhnchen und Fusselhaare sich lösen und aufzwirbeln, aber wenn der Dread durchgetrocknet ist, kann man alles wieder einhäkeln. Gewaschen werden sollten die Haare mit Anti-Schuppen-Shampoo, Meersalz-Shampoo oder einem Bioshampoo. Wichtig ist kein Shampoo mit Conditioner, Silikonen oder pflegenden Eigenschaften zu benutzen. Auch eine Sud aus Waschnüssen ist möglich. Manche schwören auch auf Kernseife, da rate ich aber von ab, da sie doch sehr die Kopfhaut irritiert und auch Ablagerungen sich festsetzen können. Man sollte die Dreads morgens waschen, weil sie mehrere Stunden zum durchtrocknen benötigen. Auch wenn sie sich aussen trocken anfühlen, so sind sie es innen noch nicht und man soll mit feuchten Dreads nicht schlafen gehen, weil sie dann muffig riechen können und auch Schimmel sich bilden kann. Um die Trocknung zu beschleunigen kann man einen Fön benutzen, der auch gut ist um die Verfilzung anzukurbeln.


So verfilze ich meinen Ansatz übrigens nach:
Später kann der Ansatz von selbst verfilzen, bis dahin muss man jedoch selbst nachhelfen. Gut um den Ansatz zu verfilzen ist die Tighten Roots Methode, dabei den Ansatz  leicht am Kopf festdrücken, dann den Dread in die Hand nehmen und in kreisenden Bewegungen in eine Richtung immer kreiseln. Dies 2-3 Minuten machen. Auch kann man mit den Häkelmethoden den Ansatz bearbeiten. Auch mit dem Läusekamm kann man vorsichtig immer wieder die Haare zurückschieben an den Ansatz damit sie verfilzen und dann ein wenig häkeln. Es gibt auch die Möglichkeit, den Dread durch ein selbstgemachtes Loch seitlich durchzuziehen. Damit sitzt er sehr fest, es kann aber sein das sich bei der Methode der nachwachsende Dread verdünnt. Deshalb finde ich das Filzen und Häkeln besser geeignet. Einmal im Monat kann man mit angerührten Kieselerdepulver, was man auf die Dreads und Ansätze gibt und 2-4 Std. einwirken lässt, die Verfilzung auch beschleunigen. Kieselerde sollte man aber nur einmal im Monat holen und wenn die Dreads später sehr trocken sind gar nicht mehr, da sie sonst zu trocken werden. Über die Handhabung einer Kieselerdekur habe ich auch einen Bericht auf meinem Blog verfasst.



Solltet ihr mit dem Ansatz noch zu stark Probleme haben, könnt ihr auch noch Rosshaargummis reinmachen oder mit einem Faden den Dread umwickeln. Die Gummis oder der Faden helfen auch den Ansatz zu verfilzen. 


Spitzen
Die Spitzen der Dreads kann man immer wieder zwischen den Fingern zwirbeln und oder zwischen den Händen reiben, damit sie verfilzen. Am Anfang kann man auch Gummies in die Spitzen machen, damit sie nicht aufgehen. Es gibt die Möglichkeit die Spitzen bei Dreads offen zu tragen oder auch sie einzuhäkeln. Beim einhäkeln zwirbelt man eine Spitze, die man mit der Häkelnadel nach oben in den Dread zieht und dann immer weiter nach oben verhäkelt, bis die Spitze im Dread verschwunden ist. 



Bei lockeren Dreads:
Wenn ein Dread zu locker ist und immer wieder Haare rausrutschen und er einfach nicht verfilzen will, gibt es die Möglichkeit ihn mit einem Wollfaden zu umwickeln. Dazu fängt man am Ansatz an, umwickelt den Dread mehrmals, dann wickelt man nach unten, umwickelt die Spitze mehrmals und wickelt dann wieder nach oben und verschliesst den Faden. Der Faden sollte nicht zu wollig sein, sonst kann er mit einwachsen. So umwickelt sieht der Dread auf jeden Fall nicht nur hübsch aus, sondern man bekommt ihn auch fester und schneller zum Filzen. Mit dem verschlossenen Dread kann man ruhig mehrmals Duschen gehen. Wenn du aber merkst, das der Faden anfängt mit einfilzen, dann solltest du ihn erneuern oder abwickeln.  


Schmuck:
Schmuck kann man sofort tragen und die Dreads damit verschönern. Anhänger kann man mit einem Faden und Nadel einnähen und Perlen aus Holz ect einfach aufschieben. Diese befestige ich nicht noch zusätzlich, weil sie ziemlich fest sitzen. Bei Schmuck der nach einer Weile rosten kann, sollte man aufpassen und ihn gegebenenfalls ersetzen oder entfernen. Mit dem Schmuck kann man problemlos duschen gehen. 


Die ersten 2 Monate:
Und so sieht das Ergebnis aus im 2. Monat der Dreadherstellung nach der ersten Kieselerdehaarkur. Zusätzlich habe ich nur zwischendurch mal die Haare leicht mit Meersalzwasser und Kamillenteesud besprüht und ich habe alle 2 Tage die Haare gehäkelt. Gewaschen habe ich die Dreads einmal in der Woche mit einem veganen Naturkosmetik-Shampoo. Die Haushaltsgummis habe ich einmal gegen Rosshaargummis ausgetauscht und nun habe ich nur noch vereinzelt ein paar Gummis in den Dreads, aber die meisten sind raus. Zuerst war ich sehr am verzweifeln, weil die Dreads sich am Anfang andauernt auflösten, doch sie fangen nun langsam mit dem Filzen an und sehen schon dreadiger aus :)



Noch ein Hinweis:
Zum Schluss möchte ich euch noch mitteilen das die Möglichkeit besteht sich die Dreads zu färben, aber es dauert länger bis sie Farbe annehmen. Ich hab mich für Natürlichkeit entschieden, was man an meinen grauen Haaren erkennen kann^^ Eine Dreadverlängerung aus Wolle, Echthaar und Kunsthaar ist direkt bei der Herstellung möglich, aber auch bei fertigen Dreads. 
Solltet ihr noch Fragen oder Anregungen haben, so könnt ihr mir gerne eine Nachricht unter diesem Eintrag hinterlassen :)



Freitag, 21. Februar 2014

Kieselerde-Pulver für Dreads

Kieselerde ist nicht nur für Haut, Haare und Nägel gut, wenn man es oral einnimmt, sondern auch äußerlich angewendet kann Kieselerde Wunder bei Dreads bewirken.
Damit die Dreads besser verfilzen, kann man eine Haar-Kur mit Kieselerdepulver durchführen.
Gerade bei jungen Dreads, die noch ordentlich verfilzen müssen, bringt das eine ganze Menge. Bei immer wieder aufgehende Spitzen und auch beim verfilzen der Ansätze kann man das Kieselerdepulver sehr gut einsetzen.
Später braucht man die Kur nicht mehr machen,  da es bei alten, filzigen Dreads nicht mehr viel bewirkt. Bei sehr trockenen Dreads, rate ich wegen der Haarbruchgefahr von dieser Kur ab, die doch sehr die Haare austrocknet.  Anwenden sollte man das Pulver deshalb auch nicht zu oft, sondern einmal im Monat, bis die Dreads richtig schön filzig sind. 

Man sollte darauf achten, dass man ein Pulver kauft und keine Tabletten 

Ich habe das Pulver von Abtei beim Rossmann gefunden und es hat ungefähr 3 Euro gekostet.

Für die Kur benötigt man ca. 1/2-1 Packung von dem Pulver. 
Ich habe nur eine halbe Packung für meine Dreads benötigt.
Es kommt auf die Länge der Dreads an und auch wieviele man hat. 

Am besten plant man einen Tag für die Prozedur ein und beginnt schon morgens. Am besten richtet man es auch so ein, dass man den Dreadwaschtag direkt mit der Kur verbindet. Meine Haare sahen ziemlich fusselig aus an dem Tag der Kur. Da sie noch sehr jung sind, muss ich sie noch alle 1-2 Tage häkeln und es rutschen immer wieder Haare raus. Gerade deshalb ist die Kur für mich auch ein wahrer Segen. 


Zuerst habe ich die Haare gehäkelt. Dafür nehme ich einen Haargummi und stecke immer die bereits gehäkelten Dreads durch diesen. So sehe ich welche bereits gemacht wurden. Fürs Häkeln benötige ich ca. 2 Stunden. Ich mache dies meist beim Fernsehen, so ist es nicht ganz so langweilig. Ich erhoffe mir, wenn ich sie vor der Kur nochmal durchhäkel, dass die Haare besser reinfilzen und sich nicht mehr so leicht lösen und das die gehäkelten Dreads sich allgemein etwas festigen.

Nachdem ich dann gegen Mittag fertig geworden bin, habe ich die Kieselerdemischung angerührt. Man verrührt dazu einfach das Pulver mit etwas lauwarmen Wasser bis eine schlammige, breiige Masse entsteht. Man macht es nach Gefühl, so das man den Brei gut auftragen kann. Anrühren kann man das Ganze mit einem Löffel oder Färbekamm. Man sollte unbedingt darauf achten sich alte Kleidung anzuziehen und ein Handtuch auf den Sitzplatz der nächsten Stunden zu legen, denn das Pulver staubt wie verrückt.


Auftragen kann man den Brei mit einem Färbekamm oder mit den Fingern. Handschuhe wären toll, sind aber kein muss. Ich habe mit den Ansätzen von allen Dreads angefangen und sie ordentlich eingekleistert. Dann habe ich Dread für Dread mit der Kieselerdemischung eingepinselt und darauf geachtet das auch ordentlich was in die Spitzen kommt, die bei mir einfach nicht gut filzen wollen. 



So sieht das Ganze dann aus und auch die Hände und die Kleidung ist voller Kieselerde. Das ist nicht zu vermeiden. Ich habe öfters gelesen man soll die Kieselerde nun für die nächsten 2-4 Stunden ohne Folie und Haube trocknen lassen. Das probiere ich im Sommer auf dem Balkon einmal aus, jedoch hat es in der Wohnung so sehr mit Stauben angefangen, dass ich mir doch eine Haube aufgesetzt habe. 


Ich hab den Schlamm 4 Stunden draufgelassen und ihn dann unter der Dusche ausgewaschen. Man kann dies nur mit Wasser machen oder direkt mit der wöchentlichen Dreadwäsche und etwas Shampoo verbinden. Das musste ich auch machen, weil das Wasser hätte nicht alleine ausgereicht um das meiste von der Masse herunterzubekommen. Ich hatte danach sogar immer noch ein paar Reste im Haar vom Kieselerdepulver, dies ist aber nicht weiter schlimm, da es einfach bei der nächsten Wäsche dann mit rausgeht und keine Gefahr des Schimmelns besteht. Direkt nach der Wäsche merkt man noch nichts, aber wenn die Dreads getrocknet sind, dann spührt man doch einen ordentlichen Unterschied. Die Haare sind auf jeden Fall trockener, filziger und die Dreads sind auch fester. Ich werde die Kieselerdepackung nun auf jeden Fall einmal im Monat nutzen bis die Dreads ordentlich verfilzt sind :)
Ich bin übrigens erst Nachmittags dann fertig geworden, deshalb schrieb ich am Anfang auch man sollte sich einen Tag einplanen und schon morgens beginnen. Denn bevor man ins Bett geht sollten die Dreads durchgetrocknet sein, damit sie nicht muffig riechen und auch keine Gefahr besteht das sie mit Schimmeln anfangen. Ein Fön ist gut um die äußerlichen Haare zu trocknen, aber innen  brauchen sie doch ein paar Stunden bis sie völlig durchgetrocknet sind. Bei jungen Dreads geht dieser Prozess schneller als bei älteren, da diese meistens noch nicht so dick und gefestigt sind.


Dreads -Fragen und Antworten-




Was sind eigentlich Dreadlocks?
Dreadlocks sind verfilzte Haarbündel, die sich zu einem kompakten Strang verbinden.
Dreadlocks bilden sich auch von selbst, wenn man eine lange Zeit seine Haare nicht kämmt.
Rastalocken, Rastazöpfe und Rastas werden sie auch oft genannt, wobei dies kleine Flechtzöpfe sind und somit fälchlicher Weise als Synonym benutzt werden. 

Gibt es unterschiedliche Sorten von Dreads?
Es gibt Naturdreads wie zB von Anna April. 
Natural Dreads sehen wilder aus und werden nicht speziell behandelt oder gehäkelt, sondern werden so belassen wie sie sind. Der Verfilzungsprozess passiert also natürlich.
Die weniger Wilde Methode sind gehäkelte Dreads, die ordentlicher aussehen und wo die abstehenden Haare immer mit einer Häkelnadel in den Dread eingearbeitet werden. Je nachdem wie dick die Haare sind, welche Beschaffenheit sie haben und wieviele Strähnchen abgeteilt wurden, sehen Dreads dünner oder dicker aus. Es gibt auch noch die Möglichkeit komplett künstliche Dreads aus zB Wolle einzuarbeiten, die man Silky Dreadlocks nennt.

Sind Dreads nicht unhygienisch?
Viele Leute haben das Vorurteil, dass Dreads nicht gewaschen werden, Insekten sich einnisten oder die Dreads schimmeln und stinken. Dreads kann man und soll man durchaus Waschen und sie können auch liebreizend duften, aber Dreads können auch schimmeln, stinken und natürlich kann sich auch etwas einnisten. Dreads sind in erster Linie aber nur verfilzte Haare. Was jemand daraus macht, ob er hygienisch oder unhygienisch ist, liegt an der Person selbst. Deshalb kann man die Frage so gar nicht genau beantworten, denn es ist der Mensch selbst der darüber entscheidet.

Wieso macht man sich Dreads?
Hauptsächlich trägt man die Dreadlocks in Europa und Amerika als Modefrisur, aber in manchen Kulturen  wie zB bei den Rastafari, können sie auch spirituellen und religiösen Hintergrund haben.
Im Europa des Mittelalters war der Weichselzopf sehr beliebt und bei den Azteken waren Dreads ein Erkennungszeichen für den Priesterstand.  Im Hinduismus, im Islam, bei den Rastafaris, werden sie noch heute aus religiösen Gründen getragen. Umstritten ist, ob die Germanen Dreads trugen. Mit der Entwicklung der schwarzen Bürgerrechtsbewegung wurden Dreads aus ideologischer Motivation heraus bei den Afroamerikanern sehr beliebt. Sie hatten eine politische Aussage. Dreads trägt man zumeist heute aus dem Grund der kreativen Selbstentfaltung heraus, doch auch sind in manchen Szenen die Dreads sehr beliebt zB in der Goabewegung, bei Reggaeliebhabern, in der linken Bewegung und bei alternativen Menschen wie zB bei Umweltaktivisten, sind die Filzlocken zu sehen. Auch in der Metalszene, bei Larpern, Mittelalterfans und Hexen/Hexern, Priester, Schamen ect kann man sie finden. Dreads sind auf jeden Fall eine sehr individuelle, persönliche, kreative und naturverbundene Frisur, die aus ganz individuellen Gründen getragen wird. 

Foto von Wikipedia
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Foto von Wikipedia
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Wo kann man sich Dreads machen lassen und was kostet das?
Dreads kann man sich im Afroladen, beim Frisör, bei speziellen Dreadläden/Leuten machen lassen. Es ist auch möglich sie selbst herzustellen.
Von Afroläden raten die meisten Leute aus dem Internet ab, da die Leute dort auf afrikanisches Haar spezialisiert sind, was nicht zu vergleichen ist mit europäischen Haar. Oft werden die Dreads hier mit Wachs behandelt, was für afrikanisches Haar sehr gut ist, aber bei uns Europäern das Gegenteil bewirkt. Also überall wo mit Wachs gearbeitet wird, sollte man als angehender Dreadhead nicht hingehen.
Beim Frisör haben die Leute meistens zu wenig Erfahrung und da ein Frisör auf die Erhaltung der Haare geschult ist und sie nicht kaputt machen möchte, wird dort meistens nicht genug gefilzt und die Dreads sind im Endeffekt zu locker. 
Es gibt spezielle Dreadläden und auch Leute die sich auf die Herstellung der Dreads speziallisiert haben und wo ich bis jetzt nur gutes Feedback gelesen habe zB kann man seine Dreads hier machen lassen: Dreadart oder Dreadfactory. Der Nachteil sind hier die manchmal extrem langen Wartezeiten.
Ansonsten gibt es Leute in Dreadforen zB hier , wo man sich Hilfestellung zu alten Themen rund um Dreadlocks holen kann und wo man auch fähige Menschen findet die einem Dreads machen können :)
Die Kosten belaufen sich beim Spezialisten auf um die 150- 200 Euro. Allerdings kommt es auch auf Haarlänge an und ob man zudem auch noch eine Dreadverlängerung möchte. Bei Privatpersonen ist es natürlich etwas günstiger. Man kann jedoch nie genau wissen, inwieweit es eine Privatperson, ein Frisör oder ein Afroladen drauf hat und bei Spezialleuten und Läden sind die Wartezeiten sehr lang. Ein Restrisiko ist also immer dabei. Man muss sich vorher schon sehr gut informieren. Oder man macht seine Dreads selbst. Es gibt auf Youtube und über Suchmaschinen und im Forum super Tipps und Anleitungen, wie man selbst sich Dreads machen kann. Das spart Geld und man hat sie natürlich sofort. Allerdings ist das sehr zeitintensiv und hat bei mir zB 4 Tage lang gedauert. Ich fand es gut, da es für mich ein spiritueller Prozess darstellte und somit meine Dreads eine noch tiefgehendere Bedeutung haben und mir persönlich macht es auch nichts aus wenn ein Dread etwas dünner ist als der andere. Ich werde hier noch etwas genauer darauf eingehen und auch noch einen extra Beitrag über die Herstellung, wie ich sie gemacht habe verfassen und dann einstellen. Vorher hab ich noch keinen mit Dreads getroffen und wusste überhaupt nichts über Dreads, ausser das ich sie unbedingt wollte. Hab einfach losgelegt und ich finde es ist doch ein recht gutes Ergebnis bis jetzt. Man muss also kein Profi sein um sie Dreads zu zaubern. Entscheiden muss aber jeder ganz individuell, wie oder wo er sie machen lässt. 

Ab wann ist man zu alt für Dreads?
Dreads sind altersunabhängig. Öfters findet man Dreads bei jüngeren Leuten, weil es Arbeitgeber geben kann, die Dreads nicht begrüßen. Doch zunehmend lassen sich auch ältere Menschen noch Dreads machen und tragen sie auch bis ins hohe Alter oder sogar bis zum Lebensende. Da sie eine individuelle Lebenseinstellung verkörpern und nicht der Mode unterliegen, findet man Dreadheads in allen Alterskategorien. Ich selbst bin schon älter und habe überall bereits weiße Haare. Kein Grund für mich um zu färben oder auf Dreads zu verzichten. Durch die weißen Strähnen finde ich das ganze sogar noch viel interessanter^^

Wie lang müssen die Haare sein um Dreads machen zu lassen?
Die Haare sollten mindestens 10 cm lang sein.

Welche Methoden gibt es um Dreadlocks zu machen?
Man kann sie, wenn man dicke, lockige Haare hat versuchen natürlich verfilzen zu lassen einfach indem man sie nicht mehr kämmt. Dies klappt aber meistens bei den Europäern nicht. Deshalb müssen wir nachhelfen. 

Zuerst werden alle Haare in Strähnchen eingeteilt. Immer schön versetzt, nicht wie ein Schachbrett, sonst gibt es später Löcher, das sieht nicht gut aus. Man teilt sie wie ein Quadrat am besten mit einem Stilkamm ab und macht ein Gummi rein, am besten Rosshaargummi oder Zahnspangengummi oder man nimmt einen Faden, den man drumbindet (Der sollte nicht zu wollig sein, weil er sonst mit einfilzt). Die Gummis kann man eine Weile drin lassen und auch am Anfang zum Abschluss in die Spitzen machen.  Dies begünstigt den Verfilzungsprozess. Man sollte aber die Gummis auswechseln nach 1-2 Haarwäschen, weil sie mit der Zeit weich werden und dann sich auch auflösen können oder mit ins Haar einwachsen. 



Es gibt die Backcombing-Methode:
Hier werden die Haare Strähnchen für Strähnchen (am besten mit einem Läusekamm aus Metall, da Kunststoff gerne bricht) toupiert. Man fängt dann am Ansatz an zu filzen, rollt immer wieder mal den verfilzten Strang zwischen den Fingern und filzt dann wieder, bis nix mehr geht. Stehen die Dreads vom Kopf ab, ist das immer ein gutes Zeichen, dass sie gut gefilzt sind. Das ist nicht schlimm und völlig normal, die legen sich mit der Zeit wieder an. 



Die Strähnchenmethode: 
Hier nimmt man die Spitzen einer Strähne in zwei Fingern und verzwirbelt sie, dann wird die Strähne geteilt und nach oben hin auseinander gezogen. Das macht man immer wieder. Aufpassen muss man das der Ansatz gut verfilzt. Es bilden sich durch das zwirbeln und immer wieder aufspalten und nach oben ziehen kleine Knötchen, womit man das Haar verfilzt. 

Das Häkeln: 
Ob man die Haarsträhne mit Backkombing und/oder der Strähnchenmethode verfilzt hat, ist eine Sache der Haarstruktur und wie man am besten zurecht kommt oder wie der Dreadmeister es gerne macht. Nun kommt auf jeden Fall das Wichtigste: Das Häkeln. Dabei gibt es zwei Methoden. Mit einer 0,6-0,75 Großen Häkelnadel kann man sehr feine Haare in den Dread ziehen die abstehen. Dabei geht man immer wieder rein und raus mit der Häkelnadel und man kann fühlen ob die Häärchen mit eingezogen werden, wenn man sie zwischen zwei Fingern plattdrückt und vorsichtig dazwischen die Häkelnadel durch den Dread steckt und dann zwischen den Fingern die Haare immer wieder mit reinzieht. Da die Häkelnadel einen sehr kleinen Kopf hat, ist sie sehr gut geeignet um kleine Fusselhaare einzuarbeiten und so kann man auch den Ansatz noch etwas festigen. Diese Häkelmethode dauert länger, der Dread wird so aber auch fester. Dann gibts noch eine zweite Häkelmethode mit einer Häkelnadel von Größe 1,25-2 kann man lose Haare die man zuvor mit den Fingern verzwirbelt hat zu einer Spitze mit der Nadel vorsichtig durch den Dread ziehen. Nun kommt sie an der anderen Seite raus. Dort kann man sie dann wieder verzwirbeln und immer ein Stück weiter nach unten vom Ansatz aus verarbeiten, bis sie im Dread verschwunden ist. So geht man nun immer wieder vor, bis alle Haare weg sind und der Dread schön fest. Niemals mit gewalt Haare reissen oder zerreissen, da man sonst die Dreadlocke irgendwann in der Hand hat. Man wird geübter mit der Zeit und auch schneller. Am Anfang ist es so, dass man durchs Schlafen, weil die Dreads noch nicht richtig verfilzt sind, durchs Haarwaschen ect fast jeden Tag oder alle zwei Tage häkeln muss, damit die Dreads sich nicht auflösen. Ich brauch dafür im Moment ca. 2 Stunden und ich mache es immer beim Fernsehen. Helfen kann auch eine Mütze, die man vorm Schlafen anzieht, damit durch das Liegen, nicht zuviele Haare rausflutschen. Erst nach 6 Monaten beginnt ein ordentlicher Verfilzungsprozess und erst nach einem Jahr sehen Dreads richtig gut aus. Später brauch man nur noch selten nachhäkeln. Doch bis dahin machen die neuen Dreads sehr viel arbeit. Auch beim Häkeln, wenn man es richtig gemacht hat, stehen die Dreads etwas vom Kopf ab. Wen das stört, der kann sich ein Haarband drüberziehen oder eine Mütze. Dann liegen sie schneller wieder an. Am Anfang dachte ich schon, ohje die Haare verfilzen nie, aber ich wurde nach und nach mit dem Häkeln besser und nun sehen meine Dreads schon recht gut aus. Manche Leute arbeiten auch mit der Filznadel, aber das find ich ehrlich gesagt zu heftig, da man mit der Filznadel auch leicht Haare ausreissen und den Dread zerstören kann.

Foto von Wikipedia







 

 


Palm Rolling:
Damit die Minihäärchen, die man nicht verhäkelt bekommt auch mitfilzen und damit der Dread schön rund aussieht, kann man ihn palm rollen. Man nimmt ihn zwischen die zwei Handflächen und rollt ihn hin und her. Das kann man immer wieder mal zwischendurch machen. Hier ein Link dazu.

Zu sagen ist folgendes noch: Lasst euch niemals Dreads mit einer Wachsmethode machen, denn diese verkleben nur deine Haare und es fängt mit stinken, im schlimmsten Fall mit schimmeln an. Europäische Haare sind für Wachs absolut nicht geeignet. Oft muss man sie nach der Wachsmethode komplett neu machen. Das kostet Zeit, Nerven und Geld. Nehmt kein Haarspray, auch keine sonstigen Chemikalien, Dauerwellen ect. Auch keinerlei Lebensmittel und Öle dürfen in die Haare, denn das kann zur Schimmelbildung führen und verklebt nur die Haare, man verfilzt sie damit aber nicht. 

Wieviel arbeit machen Dreads?
Stell dich darauf ein, am Anfang wirst du aussehen wie ein gerupftes Huhn, ob selbstgemacht oder beim Spezialisten. Es kommt eine Menge Nacharbeit auf dich zu, bis die Haare nach 6 Monaten richtig beginnen mit filzen. Häkeln, Häkeln, Häkeln ist angesagt und muss immer wieder gemacht werden. Ansätze muss man nachfilzen und man kann einmal im Monat eine Kieselerdekur auf den Kopf machen, um die Verfilzung zu beschleunigen. Ansonsten kann man natürliche Sachen die die Haare austrocknen in die Haare noch sprühen zB Meersalzwasser, Kamillentee. Keine Chemie, keine Lebensmittel, keine Öle und Pflegeprodukte oder Kuren sollten verwendet werden. Die Haare kann man auch umwickeln mit Wolle.

Wie verfilzt man den Ansatz?
Später kann der Ansatz von selbst verfilzen, bis dahin muss man selbst nachhelfen. Gut um den Ansatz zu verfilzen ist die Tighten Roots Methode, den Ansatz leicht am Kopf festdrücken, dann den Dread in die Hand nehmen und in kreisenden Bewegungen in eine Richtung immer kreiseln. Dies 2-3 Minuten machen. Auch kann man mit den Häkelmethoden den Ansatz bearbeiten. Auch mit dem Läusekamm kann man vorsichtig immer wieder die Haare zurückschieben an den Ansatz damit sie verfilzen und dann ein wenig häkeln. Auch gibt es die Möglichkeit, den Dread durch ein selbstgemachtes Loch seitlich durchzuziehen. Damit sitzt er sehr fest, es kann aber sein das sich bei der Methode der nachwachsende Dread verdünnt. Deshalb finde ich das Filzen und Häkeln besser geeignet. Einmal im Monat kann man mit angerührten Kieselerdepulver, was man auf die Dreads und Ansätze gibt und 2-4 Std. einwirken lässt, die Verfilzung auch beschleunigen. Kieselerde sollte man aber nur einmal im Monat holen und wenn die Dreads später sehr trocken sind gar nicht mehr, da sie sonst zu trocken werden. Über die Handhabung einer Kieselerdekur habe ich auch einen Bericht auf meinem Blog verfasst.



Am Anfang kann man auch sich mit Nähband die Haare an den Ansätzen zusammenbinden oder Gummis draufsetzen. Dies begünstigt auch die Verfilzung.

Wie verfilzt man die Spitzen?
Die Spitzen der Dreads kann man immer wieder zwischen den Fingern zwirbeln und oder zwischen den Händen reiben, damit sie verfilzen. Am Anfang kann man auch Gummies in die Spitzen machen, damit sie nicht aufgehen. Es gibt die Möglichkeit die Spitzen bei Dreads offen zu tragen oder auch sie einzuhäkeln. Beim einhäkeln zwirbelt man eine Spitze, die man mit der Häkelnadel nach oben in den Dread zieht und dann immer weiter nach oben verhäkelt, bis die Spitze im Dread verschwunden ist. 

Was mache ich mit einem Dread der einfach nicht verfilzen will?
Wenn ein Dread zu locker ist und immer wieder Haare rausrutschen, kann man ihn mit einem Wollfaden umwickeln. Dazu fängt man am Ansatz an, umwickelt den Dread mehrmals, dann wickelt man nach unten, umwickelt die Spitze mehrmals und wickelt dann wieder nach oben und verschliesst den Faden. Der Faden sollte nicht zu wollig sein, sonst kann er mit einwachsen. So umwickelt sieht der Dread auf jeden Fall nicht nur hübsch aus, sondern man bekommt ihn auch fester und schneller zum Filzen. Mit dem verschlossenen Dread kann man ruhig mehrmals Duschen gehen. Wenn du aber merkst, das der Faden anfängt mit einfilzen, dann solltest du ihn erneuern oder abwickeln. 

Welches Haar ist für Dreads geeignet?
Vorallendingen naturgelocktes, dickes und/oder trockenes Haar lässt sich gut verfilzen.  Schwieriger wird es bei sehr glatten und/oder fettigen Haaren. Allerdings kann man mit jedem Haar Dreads zaubern.

Wie schnell wachsen Dreads?
Im ersten Jahr nicht so schnell, weil sie sich erst zusammenziehen. Dann ganz regulär. 

Verkürzen sich die Haare beim Dreaden?
Leider ja um mindestens 20% werden die Haare kürzer beim verfilzen. Manchmal auch noch kürzer, wenn die Dreads dicker gemacht werden. 

Werden Haare geschädigt beim Dreaden?
Ja, sie werden extra geschädigt um eine optimale Verfilzung zu erreichen.

Kann man später aus einem Dread zwei machen oder aus zwei Dreads einen?
Es ist beides möglich, aber erfordert einiges an Aufwand und ist nicht so einfach. Sind Dreads einmal gemacht, ist es schwierig sie dünner oder dicker zu machen. Am besten vorher schon gut überlegen und dementsprechend einteilen. Bloß nicht in der Mitte einen Dread mit einer Schere aufschneiden, dies funktioniert nicht. 

Kann man Dreads färben und blondieren?
Das Färben dauert meistens etwas länger, aber ist dennoch möglich. Bleichen geht auch, jedoch muss man da sehr aufpassen, dass sie nicht abbrechen. Pflegespühlung aus dem Färbepaket sollte nicht benutzt werden, wegen dem Verfilzungsprozess und man sollte alle paar Wochen nur färben. 

Was ist TM/Terrormische?
Dies hat Dayk One erfunden und besteht aus einer Mischung von Seife, Salz und Wasser, damit die Dreads schneller verfilzen. Ich rate von so Hardcoremethoden aber ab, weil man doch sehr stark die Kopfhaut belastet. 

Muss man die Dreads abschneiden, wenn sie einem nicht mehr gefallen?
Es ist sehr schwer Dreads wieder aufzukämmen, vorallendingen wenn sie schon sehr alt sind, aber nicht unmöglich. In tagelanger Arbeit, mit viel Spühlung, Pflegeprodukten und Ölen kann man die Dreads aufkämmen. Sicherlich wird das Haar nicht allzu gesund sein, was darunter zum Vorschein kommt und man muss ein gutes Stück abschneiden, aber eben nicht alles. 

Kann man mit Dreads schwimmen und duschen gehen?
Na klar :) Aber ich würde nicht direkt mit frischen Dreads stundenlang baden, weil die Gefahr des auflösens da ist. Duschen kann man sofort gehen. Die frischen Dreads würde ich dann nach ca. einer Woche waschen.

Ab wann kann ich frische Dreads waschen?
Eigentlich kann man frisch gemachte Dreads nach einer Woche waschen. Es kommt aber drauf an, wie fest die Dreads gemacht sind. Ich würde mir Gummis an Anfang in Spitzen und Ansatz machen oder/und sie vorher nochmal durchhäkeln, dann ist das Waschen kein Problem. Im Gegenteil, denn das Kopffett, was sich bildet stöhrt sogar den Verfilzungsprozess. Man kann die rausgelösten Haare nach dem Waschen wieder einhäkeln. Aber erst wenn die Dreads durchgetrocknet sind, sonst reissen sie zu schnell. Waschen sollte man die Dreads am besten früh morgens, damit sie durchgetrocknet sind, wenn man ins Bett geht, denn sonst können sie muffig riechen oder schimmeln. Auch wenn sie aussen trocken sind, können sie innen noch feucht sein. Ein Fön oder Sonne beschleunigt den Trocknungsprozess und auch den Filzprozess. Man sollte sie nicht öfters als einmal in der Woche waschen. Aber man muss sie schon pflegen, also von Methoden wo sich Leute wochenlang die Dreads nich waschen, rate ich ab. Es ist eklig, stinkt, kann schimmeln und zudem behindert das Haarfett die Verfilzung. 

Wie wäscht man Dreads?
Also ich massiere mir überall auf die Kopfhaut etwas Shampoo ein und Spühle dann mit Wasser gründlich aus. Das Shampoo läuft dann automatisch auch über und in die Dreads rein und reinigt sie. Man muss nicht rubbeln und schrubbeln wie verrückt. In den meisten Shampoos steckt sogar soviel Reinigungskraft drin, das man es auch mit Wasser verdünnen kann und dann die Sud über den Kopf gießen.

Welches Shampoo soll ich nehmen?
Es gibt Leute die schwören auf Kernseife, allerdings können Ablagerungen von der Kernseife zurückbleiben, die stinken und schimmeln können und auch die Kopfhaut kann davon sehr gereizt werden. Man sollte ein Shampoo nehmen ohne pflegende Eigenschaften und Conditioner. Es eignet sich sehr gut Anti-Schuppen-Shampoo, Meersalz-Shampoo oder Bioshampoos. Ich benutze ein Naturkosmetikshampoo gegen fettiges Haar und komm damit sehr gut zurecht. Auf jeden Fall sollten dort keine Silikone oder pflegende Inhaltsstoffe im Shampoo sein. Auch eine Sud aus Waschnüssen ist möglich.

Brauch ich spezielle Pflegemittel?
Also im Grunde brauchen die Dreads nur Zeit und Gedult. Man sollte sich niemals Chemikalien und irgendwelche absurden Dinge und Wachse ect auf den Kopf hauen. Wenn du sie immer nachhäkelst und die Ansätze und Spitzen verfilzt, dann reifen sie mit der Zeit ohne Experimente natürlich heran. Extra Dreadshampoos ect kosten nur unnötig Geld.

Ab wann kann ich Dreadschmuck tragen? Wie befestigt man ihn?
Dreadschmuck, Perlen, Anhänger, Muscheln ect, kann man sofort tragen. Anhänger kann man mit einem Nähgarn festnähen und Perlen mit der Häkelnadel aufschieben. Ich befestige gut sitzende Perlen nicht noch extra mit Band, sondern schieb sie einfach auf den Dread und dort sitzen sie eigentlich sehr fest. Mit dem Dreadschmuck kann man auch duschen gehen. Nur bei Sachen die Rosten, sollte man zwischendurch drauf achten, um sie rechtzeitig wieder zu entfernen. Bei Naturmaterialien  passiert eigentlich nichts. 



Was mache ich gegen Juckreiz auf der Kopfhaut und Schuppen?
Gerade am Anfang kann es zur juckenden Kopfhaut durch die Umstellung kommen, was sich nach einiger Zeit aber legt. Solltet ihr trotzdem noch Jucken haben, so könnt ihr eure Kopfhaut ruhig mit Birkenwasser behandeln und ihr solltet keine reizenden Mittel wie Kernseife für die Kopfhaut benutzen. Ein Ph-Neutrales Shampoo oder ein sanftes Bioshampoo sind dann am Besten. Auch Kamillentee kann man sich auf die Kopfhaut sprühen oder schütten. Schuppen können auch durch zu trockene Kopfhaut entstehen, wo man mit beruhigenden Mitteln arbeiten sollte. Hat man Schuppen durch zu fettige Kopfhaut so sollte man ein Bioshampoo für fettendes Haar oder ein Anti-Schuppen-Shampoo verwenden. Die Haare einmal in der Woche waschen. 

Kann man Dreads verlängern?
Man kann sie sofort verlängern bei der Herstellung, aber auch später wenn sie bereits verfilzt sind. Es gibt die Möglichkeit Kunsthaar, Echthaar und Wolle zur Verlängerung zu nutzen.
Auch kann man die Anzahl der Dreads auf dem Kopf vergrößern für mehr Volumen , um Löcher abzudecken ect.   

Wie lange kann man Dreads tragen?
Da gibt es kein Ablaufdatum für. Dreads kann man ewig tragen, wenn man das möchte.

Ich denke das waren so die gängigsten Fragen über Dreads. Solltet ihr aber noch welche haben, so scheut euch nicht mir in der Kommentarbox zu schreiben :)