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Samstag, 18. April 2015

Kakteen- und Sukkulenten im Aquarium





Wie richtet man ein Kakteenarium ein?


 


Um eine unebene Landschaft zu erhalten wird  Styropor in das Aquarium mit eingebracht. Allerdings nicht einfach wie auf dem Foto reingestellt, sonder auseinandergeschnitten und in verschiedenen Schichten und Höhen eingesteckt. Man gibt durch das Styropor etwas Halt und Form. Sie folgende Fotos.




Dann kommt als Drainage Blähton und Pflanzgranulat. Das habe ich großzügig ca. 5 cm hoch als Schicht ausgestreut. Dort wo das Granulat sich befindet, kann man später wunderbar den Wasserstand erkennen, so dass keine Überwässerung stattfindet. Man muss sehr mit dem Gießen aufpassen, weil im Aquarium Wasser nicht abfließen kann und Kakteen auf nasse Füße sehr empfindlich reagieren. An der Seite hab ich noch ein kleines Plastikrohr mit reingesteckt zur späteren Bewässerung mit einem Trichter. Von oben ist auch eine Bewässerung möglich, ich finde aber eine Bewässerung von unten besser. 






Nun kann man die Kakteenerde einbringen und so verteilen, wie man das gerne möchte. Man sollte schon eine ordentliche Schicht Erde im Voraus planen, da man den Wachstum der Kakteen und die Wurzeltiefe berücksichtigen muss. Laut Internetrecherche scheinen sich die Arten Melocactus, Haworthien, Echinopsis sowie lebende Steine recht wohl zu fühlen. Wenn man keine Überwinterungsmöglichkeit hat, sollte man am besten tropische Pflanzen nehmen, die keine bzw nur eine bedingte Winterpause benötigen. Auch sind kleinbleibende Arten vorteilhaft oder langsam wachsende. Allerdings kann man natürliche alle Sorten austesten und gegebenenfalls ja auch wieder aus dem Aquarium entfernen. Wer Angst vor Schädlingen hat, kann die Kakteen mit Topf einsetzen, somit ist ein schnelles Herausnehmen der Pflanze gesichert. Schöner und natürlicher sieht eine Verpflanzung ohne Topf aus, diese ist jedoch auch risikoreicher. Wer Angst hat vor einem Befall, kann die Pflanzerde vorher im Ofen backen oder im Tiefkühler frosten. Das sollte die meisten Schädlinge zerstören, falls man welche in der Erde sitzen hat. Leider ist es mir selbst schon oft passiert, dass ich mir Schädlinge in der Blumenerde aus dem Baumarkt eingeschleppt habe. Notfalls sollte man um 100%ig sicher zu gehen vorbeugend direkt mit Gift arbeiten






Nachdem die Erde eingebracht ist, kann man die Kakteen in das Aquarium einsetzen.  Jenachdem, wie groß die Kakteen später werden, kann man ihnen einen Platz zuweisen, so dass sie nicht später den kleinbleibenden Arten zuviel Licht rauben.   




Alle Pflanzen werden nach dem einsetzen gewässert, damit sie gut anwachsen können. Aber drauf achten, nicht zuviel zu gießen.  Anschließend kann man eine Kies-, Split- und oder Sandschicht auftragen und  Wüstendekomaterial nach Belieben einbringen.  Die Wüstenpflanzen sind sehr lichthungrig und das Aquarium sollte immer in der Nähe eines  Fensters stehen. Zusätzlich ist eine tägliche Zusatzbestrahlung mit Pflanzenlicht sinnvoll, wahrscheinlich auch nötig. Dazu nimmt man eine  Leuchtstoffröhre mit Lichtfarbe 840 oder 865. Zur Regulation des Lichts, kann man eine Zeitschaltuhr anbringen. Schwarz Weiß Folie auf der Rückseite des Aquariums sorgt für eine noch bessere Lichtausbeute und Bestrahlung der Pflanzen, ist aber kein muss. 

 


In meinem Aquarium befinden sich zur Zeit folgende Kakteenarten:

-Drachenfrucht Pitahaya Hylocereus undatus Kletterkaktus
Schnellwüchsige Kaktee, die Triebe mit über 5 Meter ausbilden kann. Sie besitzt Haftwurzeln, mit denen sie nach oben klettert.  Der Kaktus gehört zu den Blattkakteen und man kann ihm Glieder abtrennen, ohne das er dabei stirbt. Er kann unheimlich schöne und große, wohlriechende Blüten hervorbringen, die ihm den Namen "Königin der Nacht" eingebracht haben. Der Drachenfruchtkaktus ist ein tropischer Kaktus, der eine Winterruhe bei 10-15 Grad genießt, aber diese ist nicht unbedingt notwendig. Wird er durchgängig kultiviert, ist er aber nicht so blühfreudig. Hylocereus ist ziemlich robust und passt sich auch kleinen Töpfen recht gut an.

-Cephalocereus senilis Greisenhaupt
Diese Kakteenart stammt aus Mexiko und kann über 10 Meter hoch werden. Dazu benötigt er aber einige Jahre und im Topf bleibt er deutlich kleiner. Er ist stark behaart. In der Wüste schützen ihn die Haare tagsüber vor zu starkem Sonnenlicht und nachts vor der schnell absinkenden Kälte.  Als Sonnenanbeter benötigt er mindestens 3 Stunden volle Sonne am Tag. Der Cephalosereus kann, muss aber nicht kalt überwintert werden bei 10-15 Grad. Erst bei 6m Höhe, wird dieser Kaktus blühfähig. Das Greisenhaupt muss immer vor Schutz und Zugluft geschützt sein, deshalb wird empfohlen ihn immer unter Glasschutz zu halten. Dieser Kaktus ist anspruchsvoll in der Pflege.

-Echinocactus grusonni Schwiegermuttersitz Goldkugelkaktus
Diese Kakteenart stammt aus Mexiko und ist eine der schönsten Kugelkakteen. Er kann einen Durchmesser von 80cm erreichen und eine Höhe von 1,30m.  Somit kann die Größe eines Sitzmöbels erreichen. Im Volksmund wird er auch Schwiegermuttersitz genannt. Als Zimmerpflanze bleibt er jedoch zumeist kleiner. Echinocactus muss immer an einem sehr hellen Ort stehen. Im Sommer ist Sonne und Wärme nötig und im Winter sollte er bei 8-10 Grad eine Winterruhe einlegen. Wegen Brüchigkeit der Wurzeln sollte er nur umgetopft werden, wenn es wirklich sein muss. Er brauch sehr durchlässiges Substrat, da er zu Fäulnis neigt.  Erst ab 30cm Durchmesser ist dieser Kaktus mit gelben kleinen Blüten blühfähig. Man sollte ihn nur sehr selten uns sparsam gießen.

-Echinocactus weiß bedornt
Entspricht dem gelbbedornten Goldkugelkaktus.

-Gymnocalycium mihanovichii Erdbeerkaktus in gelb und rosa
Ist ein Pfröpfling der auf einem Wirtskaktus wächst, welches zumeist in Rot angeboten wird, allerdings gibt`s diesen Kaktus mit unterschiedlichen Kopffarben. 
Ursprünglich beheimatet ist die Naturform in Argentinien und Paraguay
Beim Handelsüblichen Kaktus, handelt es sich um eine Kreuzung von Zwei Kakteen. Meistens wird dafür ein Myrtillocactus verwendet, der mit einem Gymnocalycium mihanovichii gepfropft wird. Im Sommer kann dieser Kaktus bei viel Licht und Wärme gehalten werden, jedoch nicht im direkten Sonnenlicht. Im Winter bevorzugt er Temperaturen von 16- 20 Grad, kann aber auch ohne Winterruhe gehalten werden. Auf keinen Fall sollte er längere Zeit im Winter unter 15 Grad gehalten werden. Dieser Kaktus mag keine Staunässe, aber die Erde sollte nie völlig austrocknen, sondern immer leicht feucht sein.

-Mammilaria polythele Warzenkaktus
Mammilaria zählt zu den pflegeleichten, artenreichsten Kakteengewächsen (ca. 400 Arten). Die Kakteen sehen wie Nadelkissen aus und blühen meistens jedes Jahr. Man kann Mammilaria bei mindestens 15 Grad durchkultivieren. Jedoch ist eine Winterruhe bei 8-10 Grad sinnvoll, da die Kaktee sonst vielleicht keine Blüten ausbildet. Mammilaria mag feuchte, aber nicht nasse Erde. Die Oberschicht kann dabei ruhig austrocknen. Die meisten Mammilaria neigen zu Gruppenbildung, wobei sie Kindel an der Seite rausschieben. Polythele ist jedoch ein Einzelkaktus. Mammilaria erreichen selten einen Durchmesser von größer als 15 cm. Polythele wird bis zu 60cm hoch.

-Howorthia fasciata Aloegewächs
Es gibt ca. 160 Arten der Gattung Howorthia.  Es sind kleinwüchsige Sukkulenten mit interessanter Blattfärbung und Blattform. Sie Sukkulenten sind in Südafrika beheimatet.  Howorthien können fast das ganze Jahr über Blüten ausbilden und sind nicht schwierig zu kultivieren. Howorthien sollten niemals in direkter Sonne stehen, eher im Halbschatten. In der Winterruhe sind sie bei 10-15 Grad gut aufgehoben. Eine Überwinterung in der Wohnstube ist nicht empfehlenswert. Die Oberschicht kann austrocknen, doch sollte die Erde bei den Wurzeln immer leicht feucht sein und niemals völlig austrocknen. Man sollte sie jährlich neu eintopfen und alte Erde entfernen, da sie ihre alten Wurzeln einmal im Jahr abwirft und diese dann zu Fäulnis führen können. Howorthia Stauden werden ca. 5-10cm hoch.

-Tillandsie
Gehört zur Familie der Bromeliengewächse und ist eine tropische Gattung der USA und haben sich an unterschiedlichste Lebensräume angepasst. Es sind ausdauernde, krautige Pflanzen. Meistens leben Tillandsien auf Bäumen und Kakteen, in oberen Etagen von Wäldern oder auf Felsen. Tillandsien haben nur ganz kleine Miniwurzeln zum Festhalten und werden nicht in der Erde gehalten, sondern auf Holz, Deko, Fels oder anderen Blumen aufgebunden. Das Aufbinden ist wichtig, da die Pflanze sonst nicht lange lebt. Aufbinden kann man Tillandsien zB mit Draht oder Streifen von einer alten Strumpfhose. Auch kann man sie in Tongranulat setzen. Die Pflanze sollte 2-3 Mal in der Woche mit weichen Wasser besprüht werden. Im Winter sollte man sie an einem hellen Luftfeuchten Ort aufbewahren ohne Sprühen da die Gefahr des Faulens besteht. Man sollte auch unbedingt auf weiches Wasser achten, da sonst die Poren mit denen sie Wasser aufnimmt, verstopfen können. Tillandsien benötigen keine Winterruhe und mögen es immer warm, feucht und sehr hell. Fühlt die Tillandsie sich wohl, dann kann sie dies mit Blüten belohnen.

-Echiveria
Echiveria sind pflegeleichte Sukkulente aus Mexiko. In Mode ist es momentan die Blätter der Pflanze gefärbt zu verkaufen. Echiveria liebt die Sonne und gegossen wird sie bis die Erde sehr feucht ist und dann lässt man die Erde fast völlig austrocknen bis zur nächsten Wässerung. Sie ist gegen Staunässe sehr empfindlich.  Überwintern sollte man sie bei 10-15 Grad. Je nach Art wird die Pflanze zwischen 30-100cm hoch. 


Mittwoch, 15. April 2015

Spirulina (Arthrospira)



von Runar RavenDark



Spirulina gibt es als Kapseln, Tabletten und als Pulver.  Welche Form du nutzt, hängt von deinen persönlichen Vorlieben ab. Wichtig ist jedoch darauf zu achten, dass man die Alge in Rohkostqualität (unfermentiert) kauft. Denn nur in Rohkostqualität sind alle Nährstoffe enthalten. 



Inhaltstoffe:  roteine, ß-Carotin (Provitamin A), Thiamin (B1). Riboflavin (B2), Niacin (B3), Panthotensäure (B5), Pyridoxin (B6), Cobalamin (B12, bioaktiv), Vitamin E (alpha-Tocopherol), Xanthophylle (Carotinoidfarbstoffe), Phycolibiproteine (Phycocyanin und Allophycocyanin), Chlorophyll (grünes photoynthetisches Pflanzenpigment), Sulfolipide, Polysaccharide: Calciumspirulan, Natriumspirulan (Kohlenhydrate), Gamma-Linolensäure (eine ungesättigte Fettsäure), Kalium, Eisen, Selen, Jod, Zink, Natrium (Mineralstoffe)



Die Spirulinalage gehört zu den Cyanobakterien, welche umgangssprachlich auch als Blaualgen bekannt sind und kommt in stark alkalischen Salzseen (PH-Wert 9  und 11) vor. Spirulina ist ein Superfood, welches über jede Menge Eiweiß,   Nähr- und Vitalstoffe, Enzyme und Chlorophyll verfügt.  Desweiteren wirkt die Spirulina-Alge basisch auf den Körper. Durch die hohe Bioverfügbarkeit, bekommt der Körper sehr schnell alles was er benötigt. Die Alge unterstützt die Entgiftung und bindet zudem Giftstoffe und leitet sie aus dem Körper.  Spirulina kann vor Viren  schützen, den Cholesterinspiegel senken , Gewichtsabnahme fördern,  Allergien mildern, die Blutwerte verbessern und wirkt entzündungshemmend.  Allgemein stärkt sie das Immunsystem. Da Chlorophyll unserem roten Blutfarbstoff sehr ähnlich ist, nennt man es auch das grüne Blut. Chlorphyll hilft somit dem Körper rund um das Thema Blut und hat eine antikarzinogene Wirkung. Somit kann man es zur Präventation vor Krebs oder therapiebegleitend einsetzen. Das Chlorophyll und die stimulierende Wirkung auf die roten Blutkörperchen hilft den Alterungsprozess zu verlangsamen. Desweiteren verbessert die Alge die Gehirnleistung und durch ihren hohen Gehalt an L-Tryptophan, verbessert sie die Stimmung und das Erinnerungsvermögen und beruhigt die Nerven. Die enthaltene Glutaminsäure fördert die Gehirnaktivität und kann Müdigkeit und Konzentrationsstörungen entgegenwirken, was vorallendingen bei  Kindern und Jugendlichen sehr wichtig ist. 



Genommen wird meist zur Vorsorge 3-4g Spirulina täglich (Kapseln ca.  2x5, Presslinge ca. 2x4). Wenn man mehr nimmt ist das auch nicht schlimm, allerdings können dann stärkere Entgiftungserscheinungen auftreten. Wenn man Krank ist sollte man die Tagesdosis erhöhen auf 10g (ca. 2 TL).  Aber auch hier darf man mehr zu sich nehmen. Man sollte austesten wie gut man mit der Alge und den Entgiftungserscheinungen und Ausleitungen zurechtkommt.


Ich benutze meistens rohes Pulver, mit dem man super Smoothies, Salate, Saucen, Dips, rohen Früchtepudding usw herstellen kann.






Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt, dennoch können Menschen auf Spirulina allergisch reagieren.







Diese Seite soll lediglich der Information über Spirulina Algen dienen. Für eine medizinische Beratung sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen! Ich übernehme keine Haftung für eventuell hervorgerufene gesundheitliche Schäden durch die Einnahme von Spirulina!

Dienstag, 18. Februar 2014

Die Ölpalme Palmöl


File:Elaeis guineensis - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-056.jpg
Bild von Wikipedia

Die Ölpalme (Elaeis guineensis), ist eine der wirtschaftlich bedeutetsten Palmenarten und ursprünglich in Afrika beheimatet, wird jedoch nun auch im tropischen Amerika und Südostasien angebaut. Sie gehört zur Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Die reifen Früchte von ihr verderben schnell und müssen sofort verarbeitet werden. Das orangefarbige Fruchtfleisch liefert das Palmöl und der Samen das Palmkernöl. Die Früchte sind nach der Bestäubung etwa nach 5,5-9 Monaten reif. Eine Palme wird bis zu 30m hoch und produziert Fruchtstände mit einem Gewicht von bis zu 50 kg. Das sind 3000-6000 Früchte. Ein Stamm bildet sich nach 3-4 Jahren an der Palme und sie wächst dann jährlich um 20-60 cm. Erst nach 15 Jahren fallen die Blattstümpfe ab und man kann den Stamm erkennen. Ab einer Stammhöhe von 20-30m geht die Fruchtproduktion zurück und die Palme kränkelt und stirbt schließlich ab. Eine Ölpalme kann bis zu 200 Jahre alt werden.


Palmöl kann in fast allem drin sein und versteckt sich auch unter dem Namen pflanzliches Öl oder pflanzlichem Fett. Es ist nicht eindeutig immer erkennbar auf Produkten, ob diese Palmöl enthalten.  Es ist das am meisten produzierte Pflanzenöl weltweit und steckt fast in jedem zweiten Alltagsprodukt drin. Es ist billig und leicht zu verarbeiten, deshalb für die Industrie so wertvoll. Eine Kennzeichnungspflicht wird erst ab 2015 für den Verbraucher in Kraft treten. 


Wegen Palmölplantagen werden Regenwälder abgerodet, Toorfmoore trocken gelegt, wobei unmengen an Co2 dadurch freigesetzt werden, die zum Treibhauseffekt massiv beitragen und Menschen werden aus ihren Häusern und ihrer Heimat vertrieben. Besonders schlimm ist Indonesien betroffen. Hier haben vom aussterben bedrohte Tierarten wie der Orang-Utan, der Sumatra-Tiger und das Java Nashorn ihre Heimat. Besonders die friedfertigen Orang-Utans treibt es auf die Plantagen, weil sie keine Heimat mehr haben und dort sind sie leichte Beute für Jäger, werden aber auch gequält und verstümmelt. 


Gutes Palmöl, eine nachhaltige Palmölgewinnung, wie uns die RSPO und die Werbung vorgaukeln möchte, gibt es nicht. RSPO, der runde Tisch für nachhaltiges Palmöl wurde von Greenpeace schon länger ins Auge gefasst, da dieser Zusammenschluss dem Verbraucher Regenwaldschutz vorgaukelt, wo keiner stattfindet. Auch hier werden Regenwälder gerodet, Menschen und Tiere vertrieben und die RSPO setzt das schlimmste Herbizid überhaupt ein namens Paraquat, was hier zu Lande verboten ist und dort die Menschen gesundheitlich, vorallenden an den Nerven, schädigt. Erschreckend kleine Miniflächen Regenwaldes werden stehen gelassen, um die man sich nicht kümmert und diese sollen dann ein Nachhaltigkeitssiegel rechfertigen. Eine Täuschung der Öffentlichkeit wird somit vorgenommen. 

picture from http://www.faszination-regenwald.de


Für das Klima ist die Abholzung, der Lunge der Welt, eine Katastrophe. Wir zerstören durch die Rodung des Regenwaldes neben dem Tiermord und der Menschenvertreibung und Schädigung, die gesamte Welt auf der wir leben.


Wer gezielt einkaufen möchte und mit seinem Kaufverhalten das Palmöl meiden, dem sei dieser Link ans Herz gelegt, wo ständig Produkte ohne Palmöl aktuallisiert werden: Produktlisten


Eine tolle Seite über Naturschutz und auch zum Thema Palmöl findet ihr hier
Dort kann man für seine Blogs Banner herunterladen, an Unterschriftenaktionen teilnehmen, Flyer, Aufkleber und Postkarten bestellen um auf die Thematik aufmerksam zu machen oder recycelte Tüten kaufen, wobei pro verkaufte Tüte 4 Mangroven gepflanzt werden für den Regenwald.


Mittwoch, 12. Februar 2014

Fleischfressende Pflanzen

Karnivoren

Fleischfressende Pflanzen fangen und verdauen  Einzeller oder Gliedertiere, aber auch größere Beutetiere bis hin zu Fröschen. Das verbessert ihre Versorgung mit Mineralien, vorallendingen Stickstoff. Meistens leben sie an Mooren oder blanken Felsen. Also an extremen Standorten (Moore, tropische Regenwälder, Tafelberge, Sand und Felsen). Karnivore Pflanzen sind auf allen Kontinenten bis auf die Antarktis vertreten.  Es gibt fünf unterschiedliche Fallentyparten. Dies sind: Klebefallen (Sonnentau (Drosera), Fettkräuter (Pinguicula), Regenbogenpflanze (Byblis), Wanzenpflanze (Roridula), Taublatt (Drosophyllum) und Liane Hakenblatt (Triphyophyllum) und die größte Gattung der Karnivoren, die Schusspflanzen (Stylidium). , Klappfallen (ist die seltenste Falle unter den Karnivoren, Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) und Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa) , Saugfallen (funktionieren nur unter Wasser oder unter Erde bei Wasserschläuchen), Fallgrubenfallen (Zwergkrug(Cephalotus), Sumpfkrüge (Heliamphora) und die Kannenpflanzen (Nepenthes) einerseits und die Schlauchpflanzen (Sarracenia) und deren nahe Verwandte, die Gattung Kobralilie (Darlingtonia) andererseits), Reusenfallen (Genlisea mit 21 Arten und Sarracenia psittacina).
Es sind um die 1000 Arten bekannt, aber nur 15 davon in Deutschland heimisch. Es gibt 9 Familien und 17 Gattungen. Davon sind 300 Arten Schusspflanzen und 200 Arten Wasserschläuche. Es werden immer noch neue Arten entdeckt.

Ein paar Worte zur Pflege 
Die meisten Karnivoren gießt man im Sommer im Anstauverfahren:
2-3cm einen durchsichtigen Überopf  mit Wasser vollfüllen oder den Untertopf und warten bis das Wasser aufgesaugt wurde. 2 Tage Ruhepause gönnen und dann wieder wässern.

Sonnentau nicht besprühen, Kannenpflanzen aber schon.
Niemals düngen und nur destiliertes Wasser oder Regenwasser nehmen zum gießen, weil das andere Wasser zuviel Kalk besitzt und die Pflanzen schädigt. Man kann sie im Sommer raus stellen bei Temperaturen von 20-30 Grad. Aufpassen muss man das sie nicht verbrennen, deshalb gewöhnt man sie langsam an die Temperaturen.
Ab Herbst (Arten die überwintern müssen), weniger gießen und nur noch feucht halten bis Frühjahr. 1-2 mal die Woche ohne Untertopf gießen. Generell lieben es Carnivoren immer sehr hell, auch bei der Überwinterung. 
Kannenpflanzen brauchen 5-10 Grad Winterruhe im Winter. Von der Kannenpflanze kann man die alten Kannen abschneiden, die langsam absterben, damit keine Fäulnis auftritt. Die Venusfliegenfalle muss unbedingt überwintert werden. Sie zieht sich in eine Knolle zurück übern Winter. Sie braucht dann kein Licht und man kann das Rizom ausgraben mit Moos und in einem Plastikbeutel in den Kühlschrank stellen oder man überwintert sie draussen oder in einem Keller. Karnivoren braucht man nicht füttern. Das ist absolut nicht nötig und Essensreste und tote Insekten zu geben ist sogar schädlich. Teilen kann man sie einfach bei den Wurzeln und so vermehren. Karnivoren darf man  nicht über der Heizung halten, weil die Luft einfach viel zu trocken ist. Den Klappmeschanismus der Fallen sollte man nicht ständig auslösen, da die Pflanze sonst zu geschwächt ist oder die Falle abstirbt. Fleischfressende Pflanzen darf man nicht düngen. 


Aqarium/Terrarium:
Pflegeleicht sind Drosera Capensis. Für die Optik Sphagnum und eventuell Tillandsien und Miniaturorchideen und Moose aus dem Wald kann man in ein Aquarium für Carnivoren mit einpflanzen. Sphagnum ist übrigens ein idealer Begleiter. Ein Ultraschallzerstäuber / Nebler kann optional für die Luftfeuchtigkeit gekauft werden oder ein Brunnen wo man gleichzeitig auch den Nebler mit einsetzen kann, kann in das Aquarium eingebuddelt werden.
Als erstest braucht man eine Drainage zB 5cm Blähton im Aqarium, dann kann man das Aqarium mit Karnivorenerde füllen oder mit einer Mischung aus  Hochmoortorf und Perlite. Über die besten Mischungen wird im Internet bei den Haltern stark diskutiert. Ich denke das man mit einer fertigen Karnivorenmischung gut fährt. Alle 2-3 Jahre sollte man das Substrat austauschen.
Zum Bewässern kann man ein Rohr an den Rand stecken, was bis zum Boden reicht oder man füllt eine stelle nur mit Bläton auf und gießt über diese Stelle.  Im Aquarium sollte ca. 1 cm Wasser stehen. Spiegelfolie an der Rückwand lässt das Aquarium größer wirken. Bachläufe können je nach Größe mit eingebaut werden und Steine kann man kunstvoll hineinsetzen. 3000 Lux und 7000 Lux Beleuchtung sollten für Karnivoren benutzt werden. Desweiteren eignen sich Natriumhochdruckdampflampen, Metalldampflampen und Quecksilberdampflampen oder HQI Strahler. Auch  Leuchtstoffröhren wie zB "BÄRO trueday" von der Firma BÄRO2 oder DULUX-EL-Lampen mit je 23 Watt kann man nehmen.
Das Aquarium sollte nicht völlig abgedeckt sein wegen der Luftzirkulation. Es beginnt sonst die Erde mit schimmeln, was sehr schlecht ist, da es die Pflanzen beschädigen kann. 
Drosophyllum und Roridula eignen sich nicht fürs Aquarium. Hochwachsenden Sarracenia Arten S. flava und S. leucophylla eignen sich auch nur bedingt und manche Nepenthesarten wie N. bicalcarat oder N. longifolia oder Drosera regia bilden sehr große Blätter aus. Utricularien wird man kaum noch los weil sie sich sehr schnell unterirdisch ausbreiten und bei Sonnentauarten wie Dr. capensis u oder spatulata sollte man die Blüten abschneiden. Auch anspruchsvolle Arten wie Nepenthes Pinguicula, Utricularien und Byblis wollen nicht immer Staunässe und sind deshalb für eine gemeinsame Kultivierung  ungeeignet. 
Wenn man den Pflanzen eine Winterruhe geben kann von 5-10 Grad, dann kann man Dionaea, Sarracenien und Drosera in ein Aquarium gemeinsam setzen. Bei einer Durchkultivierung eignen sich nur Arten die keine Winterruhe benötigen.
Es gibt Sonnentauarten wie Dr. prolifera und Dr. adelae, die es ganzjährig zimmerwarm und luftfeucht mögen oder Drosera schizandra. Auch Dr. capensis, Dr. aliciae, humboldtii, venusta ect. eignen sich. Man sollte aber die Blüten bei diesen Arten abschneiden. Zwegdroseras gehen auch oder Fettkraut. Bei Pinguicula eignen sich subtropische Arten wie P. moranensis oder P. x Sethos. Cephalotus sind geeignet und anspruchslose Nepenthes. Utricularia und Genlisea sind geeignet, aber verwachsen leicht ineinander.
Drosera roraimae oder Utricularia humboldtii eignen sich als Begleitpflanzen. Zusatzlicht ist im Winter immer nötig, auch wenn die Carnivoren am Fenster stehen. Es gibt auch die Möglichkeit mit Töpfen eine Scheinlandschaft zu erschaffen, anstatt das Aquarium komplett mit Erde auszuschütten. Dies sieht nicht so toll aus, man kann aber die Vermehrung besser regulieren und bei Krankheiten besser eingreifen. Alte Blüten und braune Blätter sollte man alle 4-6 Monate herausnehmen und jedes halbe Jahr sollte man auslichten, kürzen oder teilen was zu stark wuchert. Als Schädlinge sind meistens Blattläuse anzutreffen, die man nicht immer direkt sehen muss. Schildläuse und Schnecken machen auch dem Carnivorenbesitzer das Leben schwer. Schnecken aber eigentlich nur, wenn man seine Carnivoren an einem selber angelegten  Moorbeet hält. Für die Schnecken kann man Zäune drumherum bauen, um sie fern zu halten. Bei den Hauskarnivoren kann reguläres Gift gegen saugende Schädlinge zum Einsatz kommen.

Ich selbst versuche mir bald ein Karnivorenterrarium zu bauen, damit ich meine zwei Schätze gut überwintern kann und weil ich es höchst spannend finde mit Karnivoren zu arbeiten. Momentan befinden sich bei mir folgende Pflanzen:

Drosera aliciae

Sarracenia

Drosera aliciae (Sonnentau)

Drosera aliciae (Sonnentau)



Bei stärkerem Sonnenlicht werden die Blätter tief rot, was die Attraktivität für Insekten erhöhen soll. Blüht im Dezember bis Januar und bildet dann Samen zur Vermehrung aus. Wächst im Südwesten bis Osten Afrikas.Im Sommer sollte sie zwischen 20-30 Grad und viiiiiel Licht haben und im Winter bei 5-15 Grad überwintert werden mit viiiiel Licht. Überwinterung ist auch im Aquarium/Terrarium möglich. Man gießt sie nur mit Regenwasser oder destiliertem Wasser, da das Leitungswasser zu kalkhaltig ist. Vermehren lässt sie sich durch Blattstecklinge, Wurzelschnittlinge und Samen. Die Samen sind Lichtkeimer, also nicht mit Erde abdecken und sie keimen nach ca. 4 Wochen. Umtopfen sollte man sie mit spezieller Karnivorenerde. Düngen darf man Karnivoren auf keinen Fall, da sie in nährstoffarmen Gebieten zu Hause sind. Deshalb benötigen sie auch die Beute, aus denen sie Mineralien, vorallendingen Stickstoff, ziehen. Der Sonnentau fängt und verdaut mit einer Klebefalle. Insekten werden durch das duftende, glänzende Sekret angelockt und bleiben daran haften bis sie sterben. Durch bewegen der Fangblätter kann dies unterstützt werden.  Blattläuse als Schädlinge sind bei der Pflanze nicht selten und man kann sie mit herkömmlichen Gift bekämpfen. Die Pflanze besitzt eine Pfahlwurzel, deshalb sollte man sie in tiefe Töpfchen pflanzen. Mit Sand, Kies und Perliten kann man die Karnivorenerde ruhig für den Sonnentau noch etwas auflockern. Diese fleischfressende Pflanze ist ziemlich robust und auch für Anfänger geeignet. Besprühen sollte man sie nicht mit Wasser und auch keine Essensreste oder tote Tiere auf sie werfen. Desweiteren sind Insekten nicht zwingend erforderlich. Es düngt die Pflanze nur etwas. Aber im Winter braucht man sich keine Sorgen zu machen. Die Klebetröpfchen sind ungefährlich für den Menschen. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei ca. 50% liegen und man wässert die Karnivore im Sommer im Anstauverfahren. 2 cm Regenwasser sollten dafür im Gefäß oder in der Schale stehen bis alles aufgenommen ist, dann eine kurze Ruhepause von 1-2 Tagen und wieder auf 2 cm wässern. Ab Herbst giest man weniger. Macht man eine Winterpause, dann wird nur noch 1-2 Mal in der Woche ohne Untersetzer gegossen. Im Sommer kann Drosera ruhig im Freien stehen. Im Winter benötigt sie meistens Zusatzbeleuchtung. Karnivoren darf man nicht über die Heizung stellen, da dort die Luft viel zu trocken ist. Für ein Moorbeet ist diese Sonnentauart nicht geeignet, da sie nicht winterhart ist. Es gibt aber auch winterharte Sorte
n.



Im Video ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen. Im Wasser sind keine Wasserflöhe sondern Springschwänze. Die sind völlig ungefährlich für die Pflanzen.

Pflanzenversandhandel im Test

Bis jetzt hab ich bei 4 Hauptfirmen meine Pflanzen bestellt und meine Auswertung will ich euch nicht vorenthalten xD

So hier mal meine Erfahrungen zu Bakker:
Ziemlich teuer, aber die Pflanzen kamen immer tadelos an und sind fleissig gewachsen. Die Auswahl ist meiner Meinung nicht sehr groß, wenig Raritäten oder Aussergewöhnliches.

Pötschke:
Nicht so teuer wie Bakker, aber teurer als Baldur. Dafür einwandtfreie Pflanzen und schneller Ersatz falls mal eine Reklamation von Nöten ist. Wird meistens sofort eine Ersatzpflanze geliefert. Schnelle Lieferung, was bei Bakker und Baldur nicht immer der Fall ist. Nette Kundenbetreuung und super Extras. Bekam zum Beispiel eine tolle Kletterrose geschenkt^^ *freu*
Eine wirklich riesige Auswahl an Pflanzen und Garten sowie Heimdeko.

Baldur:
Hat viele Raritäten, die andere Shops nicht haben, daher hab ich auch letztes Jahr und dieses Jahr dort bestellt. Ist sehr günstig. Arbeitet aber mit Fotos, die sagen wir aufmontiert sind. Originalpflanzen sehen bei weitem nicht wie auf den Fotos aus. Desweiteren musste ich sehr lange auf meine Pflanzen und eine Bestellbestätigung warten und teilweise kamen doch sehr mickrige Pflanzen bei mir an. Manche haben nicht überlebt, die ich Gott sei Dank aber reklamieren konnte. Was mich geärgert hat ist, das es keine Ersatzlieferung gab, sondern einen Gutschein der mich natürlich wieder dazu zwingt etwas dort zu bestellen. Ansonsten sind die Pflanzen die durchkamen mittlerweile aber gut am gedeihen. Was ich noch negativ finde bei dieser Firma ist das manche Pflanzen als winterhart angegeben werden, dies jedoch nicht sind und die Hinweise zu vielen Pflanzen sind sehr dürftig, auch die Pflegeanleitung. Da musste ich imme nachgooglen und mich auch im Vorraus informieren.

Trotzdem habe ich  bei Baldur noch einen Versuch gestartet und bestellt. Das Ergebnis ist ernüchternd. Die Narzissen die ich letztes Jahr eingepflanzt hab sind statt rosa-gelb, nur mal am Rande. Trotzdem will ich euch meinen weiteren Ärger mit der Firma nicht vorenthalten. Ich hab vor über 2 Monaten bestellt, eine Bestätigung erhalten via email, aber es kam nach Wochen immer noch kein Pflänzchen. Ich schrieb die Firma an, dies meinte ich müsste Vorabüberweisen binnen 14 Tage *hab mich geärgert, sehr sogar*. Vorher bekomme ich eine Bestätigung aber keine Pflanzen nun soll ich in Vorauskasse treten???? Nach einem Monat??? Sehr seltsam, aber ok. Ich hab die Kohle überwiesen. 2 Wochen gehen rum, keine Pflanzen. Angeschrieben, stunk gemacht, endlich kommt eine Lieferung, wo allerdings nur die Hälfte der bestellten Artikel drin sind. Desweiteren hatte ich einen Gutschein den ich nur mit Mühe und Not eingelöst bekam. Jedesmal sendeten die mir die Rechnung ohne Abzug des Gutscheins, bis ich den erst einmal eingelöst hatte, war das ne Arbeit-.-
Auf alle Fälle kommt nur die hälfte an und ich schreibe wieder Baldur. Die Firma schreibt mir heute dann zurück, das nach ihrer Meinung alle Pflanzen bei mir sein müssten!!!! Wie bitte??????????? Ich natürlich wieder bitterböse zurückgeschrieben. Ich bezahle doch nicht im Voraus für Pflanzen die ich nicht erhalte.... Ich fasse es einfach nicht... Na da bin ich dann mal gespannt wann der Rest bei mir eintrudelt und wieviel ärger ich noch habe und wieviel Zeit bis dahin noch vergeht. Desweiteren kamen auch einmal wieder wie immer teilweise gute und teilweise mickrige Pflanzen an. Bei 2er oder 3er Packs von Pflänzchen sieht man das immer besonders gut, da senden die dann 1-2 starke und eine kümmerliche Pflanze. Für mich ist eindeutig klar, bei Baldur bestelle ich nie wieder.

Staudengärtnerei Gaissmayer:
Da kamen wirklich super tolle Pflanzen an, die auch alle den Winter überlebt haben und die sich prächtig in meinem Garten entwickeln.

Mein Fazit:
Pötschke und Geissmayer liegen bei mir an der Spitze
Bakker bildet ein gutes Mittelfeld

Baldur bekommt von mir ein Minus Minus

Natürlich gibts noch weiter gute Pflanzenhändler online wie zB Raritätengärtnerei Treml, Orchideen-Wichmann ect . Dies ist hier nur einmal eine kleine Übersicht. 

Hier ist noch eine List von Anbietern, die laut dem Green24 Forum gut sein sollen