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Montag, 11. Mai 2015

Carob (Johannisbrot)






Carob wird gewonnen aus dem Johannisbrotbaum, auch Bockshörndlbaum (Ceratonia siliqua), Karubenbaum, Karobbaum, Bockshorn oder Soodbrot genannt. Der biblische Name Johannisbrot soll auf Johannes dem Täufer zurückgehen, der sich in der Fastenzeit in der Wüste von diesem Baum nährte. Johannisbrot wird seid tausenden von Jahren von Menschen gegessen und als Futter für Tiere verwendet. 


Der Johannisbrotbaum gehört zur Pflanzenfamilie der Johannisbrotgewächse (Caesalpiniaceae). Er ist ein äußerst hitze.- und trockenresistenter Baum, der 10-20m groß wird und im Mittelmeerraum und Vorderasien verbreitet ist. Der Karobbaum ist mit Bohnen und Erbsen, aber auch mit Akazien verwandt und  bildet Früchte die anfangs grünlich und bei voller Reife glänzend schokoladenbraun werden. Eine Hülsenfrucht ist 10-30cm lang, gerade oder gebogen mit einem wulstigen Rand und ledriger Schale. Die Früchte können monatelang am Baum hängen gelassen werden, da sie ab der Befruchtung eh ein Jahr benötigen um zu reifen. Im September wird geerntet, bevor die Früchte dunkelrot, fast schwarz, überreif zu Boden fallen. 75kg bis 250kg pro Baum sind an Ernte möglich. In jeder Frucht befinden sich 10-15 Samen. Das Fruchtfleisch nennt man Carob und es ist am Anfang weich und süß und wird mit der Zeit hart und ist dann lange haltbar. Im Erntegebiet werden die Früchte frisch oder getrocknet verspeist oder zu Saft (Kafan) gepresst oder zu Alkohol und Sirup verarbeitet. Wegen dem am Ende oft bitteren Geschmack, wird nur das Mittelteil grob zerkleinert, geröstet und zu Johannisbrot-Mehl vermahlen. Das Fruchtfleisch wird zu Carobpulver vermahlen, welches gut verschlossen bis zu mehrere Jahre haltbar ist. Damit alle Inhaltstoffe enthalten sind, sollte man darauf achten das Pulver in Rohkostqualität zu kaufen. Die Kerne des Baumes werden zu Pulver vermahlen, welches man Carubin nennt und als ein technologisches Verdickungsmittel genutzt wird. Es ist fünfmal so quellfähig wie Stärke und kommt als Bindemittel und Stabilisator in viele Nahrungsmittel zum Einsatz. Auf Lebensmittel wird es als E410 gekennzeichnet. Darüber hinaus haben die Kerne bis heute Bedeutung als Gewichtsmaß für Gold und Edelsteine. Sie wurden schon im Altertum als Gewicht verwendet, weil sie unabhängig von der Größe immer genau 0,18 g wiegen. Genau diese Gewichtseinheit ist heute weltweit als "Karat" bekannt. Der Name Karat leitet sich vom lateinischen Namen des Baumes Ceratonia ab.



Carobpulver ist sehr gesund und enthält zahlreiche Nährstoffe. Man kann es als Alternative für Kaffee und Kakao nutzen und Carobschokolade, Getränke, Desserts und andere Süßspeisen damit zubereiten. Es kommt überall zum Einsatz wo man Kakao nehmen würde, selbst beim Backen. Zudem kann man es durch seine natürliche Süße auch als Süßungsmittel verwenden. Als Bindemittel nimmt man 1 Gramm Pulver für ca. 50 ml kalte Flüssigkeit. Bei warmen Flüssigkeiten benötigt man etwa die doppelte Menge. 


Anders als beim Kakao ist das Carob frei von anregenden Substanzen wie Theobromin und Koffein oder Teein  und somit ideal für Kinder geeignet. 


U.a. enthält es ß-Carotin, Eisen, Magnesium, Kalium und Calcium, Vitamin A und B2. Carob Pulver besteht aus 35-40 Prozent hochmolekulare Kohlenhydrate (Balaststoffe und Stärken), 7  Prozent Proteine, 3,5 Prozent Minerallstoffe und 1 Prozent Fett.  


Wie man sieht enthält Carob kaum Fett und auch wenig Natrium. Dafür aber viele Balaststoffe. Es ist kalorienarm (100 g Carob enthalten etwa 255 kcal) und deshalb auch ein super Produkt für Menschen, die ihr Gewicht halten oder reduzieren möchten und auch für Diabetiker geeignet. Durch seine natürliche Süße kann man bei Rezepten zudem die Menge der Süßungsmittel verringen. 


Man vermutet das der Fettstoffwechsel und Blutzuckerspiegel positiv durch Carob beeinflusst werden. Zudem kann Carob bei regelmäßiger Einnahme darmregulierend wirken bei Durchfall oder Verstopfung. 


Carob ist Lactose-, Cholesterin- und Glutenfrei und somit auch von Allergikern nutzbar.


Carob ist vom Geschmack her nicht so bitter wie Kakao sondern süß-karamellig. Man muss es selbst einmal probiert haben. Es gibt Menschen wie mich und mein Sohn die Carob lieben, während andere doch lieber zu Kakao tendieren. Zur langsamen Umgewöhnung kann man anfangs halb Carob und halb Kakao verwenden. 



Freitag, 8. Mai 2015

Sauerampfer (Rumex acetosa)






Beschreibung: Der Sauerampfer gehört zur Familie der Knöterichgewächse und wird als Wildgemüse und Heilpflanze verwendet. Er wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und wird 30-100cm hoch.  Blühen tut er von Mai bis August mit kleinen roten Blüten. Wegen seinem Oxalgehalt, sollte man die jungen Blätter ernten und nicht die bereits durchlöcherten, älteren Blätter. Er kommt in Europa, Eurasien und Amerika vor. Man erkennt ihn an seinen pfeilähnlichen Blättern und seinem sauren Geschmack.  Der Sauerampfer wächst auf feuchten Wiesen, Weiden und Waldlichtungen, an Wegrändern und im Garten. 





Namen: Wiesensauerampfer, großer Sauerampfer, Sauerlump, Blacke, Sauergras, Sauerknöterich.



Verwendung:  Als Wildgemüse und Heilpflanze. Man kann zB  Tee, Smoothie, Saft, Küchengewürz, Suppen, Saucen, Salat und Eis herstellen, ihn auch wie Spinat zubereiten. Als Umschlag frisch zerstoßen hilft er bei Wespen- und Bienenstichen. Waschungen kann man mit Sauerampfer durchführen.  Als Tee kann er bei Akne helfen. 





Geschichtliches: Der Sauerampfer ist seit Jahrhunderten als Sammelnahrung bekannt und wird besonders von Kindern gern genascht. Früher glaubte man, er verursache Läuse, was vielleicht mit den kleinen, roten Früchten des Sauerampfers zusammenhängt, die ähnlich aussehen. Wenn eine Frau einen Sauerampfer bei der Feldarbeit fand, so sollte sie ihn ausgraben und schauen wohin diese zeigt. Aus dieser Richtung sollte ihr zukünftiger Ehemann kommen. Im Altertum wurde der Sauerampfer von Ägypter, Griechen und Römer genutzt, um ihre fetten Speisen bei Festmahlen auszugleichen. Im Mittelalter schrieb man ihm vorallendigen eine fibersenkende Wirkung zu und man nutze ihn als Mittel gegen Skorbut. Sebastian Kneipp beschrieb ihn nicht nur als: „ein gutes Heilmittel, sondern vorzügliche Kost für Kranke, da er das Blut reinigt und verbessert." Und er verschrieb Sauerampfer, der in Wein aufgekocht wurde, bei Unterleibsschmerzen.  Den  Germanen war der Sauerampfer als Gemüsepflanze auch bereits bekannt.  Im Buch Der heilige Hain schreibt Christian Rätsch, dass die Germanen ihn wie eine Tabakpflanze in einer Pfeife geraucht haben. Das Wort Ampfer leitet sich aus dem Germanischen ab und bedeutet Sauer, Scharf.



Inhaltsstoffe: Der Sauerampfer enthält sehr viel Vitamin C und er ist leicht giftig. Wegen relativ hohem Gehalt an Kaliumhxdrogenoxalat, sollte man nicht zuviel davon essen, da es sonst zu einer Oxalvergiftung kommen kann. Oxalsäure fördert zudem die Entstehung von Nieren- und Blasensteinen, weshalb Leute mit Problemen in diesem Bereich ihn besser meiden.  Desweiteren hemmt Oxalsäure die Aufnahme von Eisen, welches aber im Sauerampfer auch in  hoher Konzentration vorhanden ist.

Vitamin C, Oxalsäure, Eisen, Kaliumbioxalat, Flavonoidglykoside, Gerbstoffe, Gerbsäure, Hyperosid.



Anwendungsgebiete:  Man kann ihn für eine Frühjahrskur nutzen und bei Erkältungen und Nebenhöhlenentzündung,  Appetitlosigkeit, Verdauungs- und Magenbeschwerden, Leberschwäche, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Durchfall, Skorbut, Würmer, Blutarmut, Akne und anderen Hautproblemen,  sowie Frauenbeschwerden anwenden. Äußerlich hilft er bei Bienen- und Wespenstichen.



Heilwirkung: blutbildend und blutreinigend, menstruationsregulierend, harntreibend, adstringierend, entzündungshemmend, fiebersenkend, schleimlösend, tonisch.









Hinweis: Diese Seite soll lediglich der Information über Sauerampfer dienen. Für eine medizinische Beratung sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen! Ich übernehme keine Haftung für eventuell hervorgerufene gesundheitliche Schäden durch die Einnahme von Sauerampfer.



!Achtung Leute die Arthritis, Gicht, Rheuma und Nierenerkrankungen und Blasen- sowie Prostatabeschwerden haben sowie Lungenbeschwerden und Krankheiten, sollten diese Pflanze meiden!

Mittwoch, 29. April 2015

Brennnessel (Urtica)




Beschreibung: Die Brennnesselgewächse kommen fast weltweit vor. Nur in der Antarktis kann man keine Art finden. Sie werden auch Pionierpflanzen genannt, weil sie unverwüstlich und stark fast überall wachsen. In Deutschland kann man fast überall die Große Brennnessel und die Kleine Brennnessel sehen, seltener die  Röhricht-Brennnessel und Pillen-Brennnessel. Meistens wachsen diese Pflanzen ausdauernd krautig, selten als Halbsträucher und werden ca. 10-300 cm hoch in Mitteleuropa. Die gegenständigen, gestielten Blätter sehen eiförmig, am Grund herzförmig aus. Die Blätter sind grob gezähnt und nach vorne hin lang zugespitzt. Die grünen Pflanzenteile sind mit Brenn- und Borstenhaaren versehen, weshalb sie auch ihren Namen erhalten hat. Nach Berührung der Brennhaare entstehen brennende Quaddeln auf der Haut. Die Brennflüssigkeit der Kleinen Brennnessel schmerzt stärker als die der Großen Brennnessel. Die Brennhaare dienen als Schutzmechanismus vor Fraßfeinden. Um die Haare fürs Essen unschädlich zu machen sollte man die Brennnessel nach dem Sammeln in einem Handtuch gut durchwringen, die Brennnesseln mit einem Nudelholz gut durchwalken oder kräftig mit Wasser abspülen. Beim Kochen oder Trocknen verlieren sie auch ihre brennende Wirkung.  Wenn man einen Smoothie zubereitet reicht es sie gut zu pürieren, dann brennen sie auch nicht mehr. 






Namen: Donnernessel, Große Nessel, Hanfnessel, Nettel, Saunessel.


Verwendung: Man nutzt sie als Faserpflanzen für Textilienherstellung und Färbepflanzen, sowie im Garten nutzt man sie gerne als Jauche um anderen Pflanzen  zu düngen und vor Schädlingen zu schützen. Desweiteren ist die Brennnessel ein Lebensmittel und Heilmittel. Es kann das Kraut, die Samen und die Wurzel genutzt werden. Man kann sie innerlich und äußerlich anwenden und man nutzt sie zB für Tinkturen, als Nahrungsmittel (als Salat, Suppe oder wie Spinat gekocht, als Smoothie, Saft usw) als Pulver und als Tee.



Geschichtliches: Früher hat man Butter, Fisch und Fleisch mit Brennnesseln umwickelt, damit sich die Speisen länger frisch halten, was auf Wirkstoffe zurückzuführen ist, die die Vermehrung gewisser Bakterien hemmen. Auch wurde die Brennnessel als hoher Vitaminträger in das Futter von Tierbabys beigemischt, damit diese schneller wachsen. Im Mittelalter ließen sich die Menschen gegen Rheuma mit Brennnesseln auspeitschen. Pfarrer Kneipp schrieb über das Nesselpeitschen. Rudolph Steiner nannte die Brennnessel "Königin der Beikräuter" und Albrecht Dürer schuf ein Bildnis, auf dem ein Engel eine Brennnessel zum Thron Gottes empor trägt. Kräuterpfarrer Johann Künzle verglich die Brennnesel mti einem ruchen Cholderi, einem Mann mit grimmigen Gebaren, aber mit einem hilfreichen Herzen. Bei den Germanen ist die Brennnessel dem Donner- und Fruchtbarkeitsgott Thor geweiht. Das Verbrennen der Haut brachte man in Verbindung mit dem Gott, der Blitze dann auf die Erde sandte. An bestimmten Tagen aßen die Germanen früher ein Brennneselgericht zur Steigerung der Potenz und Fruchtbarkeit. Jungs streuten ihrer Liebsten Brennnesselsamen ins Haar und verschmähte Mädchen sprengten Tee aus dem Samen auf die Türschwelle des Jungen. Bei drohendem Gewitter legt man Brennneselruten auf den Bierbottich, damit das Bier nicht umschlägt und sauer wird und man schmiss Brennnessel in den Kamin oder ins Herdfeuer um vor Blitzeinschlag geschützt zu sein. Auch in der Antike war die Brennnessel als Aphrodisiakum bekannt und es wurden Tränke und Heiltränke mit ihr gebraut.  Im alten Aberglauben sollen Brennnesselsträuße gegen Hexen  und böse Geister helfen. 
 

Brennnesseln wachsen laut Rutengängern gerne an Strahlungsorten, etwa dort wo Wasseradern sich kreuzen. Die Orte sind Übergänge zur Anderswelt, wo man Kontakt zu Verstorbenen und Wesen aufnehmen kann. In Brennnesselhorsten sitzen Geister.


In der Blumensprache bedeutet eine Brennnessel im Strauß brennende Liebe im Herzen. Die Brennessel wird astrologisch dem Planeten Mars und dem Element Feuer zugeordnet.



Inhaltsstoffe: Nesselgift, Vitamine, Mineralien, Eisen, Histamin, Sekretin


Die jungen Triebe sind reich an Flavonoiden (überwiegen Quercetin ,Kämperol, Isorhamnetin), Enzyme, Pflanzliche Hormone (Phytohormone), Fett, Kohlenhydrate, Magnesium, Kalium, Eisen, Phosphor, Natrium, Schwefel, Silicium (Kieselsäure), Eiweiß, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E.


In den Samen sind etwa 30% Öl (vorallendingen Linolsäure, Vitamin E, Schleimstoffe, Carotinoide.



Anwendungsgebiete: Man kann sie gut zur Entgiftung und Entschlackung einsetzen. Gerne wird eine Frühjahrskur damit gemacht. Sie ist eine geniale Stoffwechselpflanze. Desweiteren wird sie bei Diäten und gegen Erschöpfung und Müdigkeit empfohlen. Die Brennnessel ist ein hoher Eisenspender und hat bis zu dreimal soviel Eisen wie Spinat, mehr Eiweiß als Soja und mehr Vitamin C als Orangen. Sie kann Leber, Galle und Verdauung positiv beeinflussen. Äußerlich angewendet als Tee kann sie bei Allergien, Ekzemen, Pickel und Akne Linderung verschaffen. Sie wirkt sich auch positiv aus bei Lungenerkrankungen, Arthritis, Arthrose, Blasenentzündung und Blasen- sowie Prostatabeschwerden. Mutige Rheumabetroffene lassen sie mit der Brennnessel schlagen, um die Reizwirkung des Gifts auszunutzen. Die Brennnessel senkt den Blutdruck und stärkt die Abwehrkraft. Auch bei Menstruationsbeschwerden wird sie verwendet und zur Unterstützung bei Krebs und Diabetes eingesetzt. Brennnesselsamen werden bei Unfruchtbarkeit, Impotenz und Haarausfall eingesetzt und eignen sich super zum Trocknen und pulverisieren. So  können Sportler die eiweißreichen Samen als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.



Heilwirkung: Blutreinigend, blutbildend, blutstillend, stoffwechselfördernd und anregend, entgiftend, entschlackend, entzündungshemmend, harntreibend, durchblutungsfördernd, schleimlösend, leicht adstringierend.






Hinweis: Diese Seite soll lediglich der Information über Brennnesseln dienen. Für eine medizinische Beratung sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen! Ich übernehme keine Haftung für eventuell hervorgerufene gesundheitliche Schäden durch die Einnahme von Brennnessel.

Samstag, 18. April 2015

Kakteen- und Sukkulenten im Aquarium





Wie richtet man ein Kakteenarium ein?


Um eine unebene Landschaft zu erhalten wird  Styropor in das Aquarium mit eingebracht. Allerdings nicht einfach wie auf dem Foto reingestellt, sonder auseinandergeschnitten und in verschiedenen Schichten und Höhen eingesteckt. Man gibt durch das Styropor etwas Halt und Form. Sie folgende Fotos.




Dann kommt als Drainage Blähton und Pflanzgranulat. Das habe ich großzügig ca. 5 cm hoch als Schicht ausgestreut. Dort wo das Granulat sich befindet, kann man später wunderbar den Wasserstand erkennen, so dass keine Überwässerung stattfindet. Man muss sehr mit dem Gießen aufpassen, weil im Aquarium Wasser nicht abfließen kann und Kakteen auf nasse Füße sehr empfindlich reagieren. An der Seite hab ich noch ein kleines Plastikrohr mit reingesteckt zur späteren Bewässerung mit einem Trichter. Von oben ist auch eine Bewässerung möglich, ich finde aber eine Bewässerung von unten besser. 






Nun kann man die Kakteenerde einbringen und so verteilen, wie man das gerne möchte. Man sollte schon eine ordentliche Schicht Erde im Voraus planen, da man den Wachstum der Kakteen und die Wurzeltiefe berücksichtigen muss. Laut Internetrecherche scheinen sich die Arten Melocactus, Haworthien, Echinopsis sowie lebende Steine recht wohl zu fühlen. Wenn man keine Überwinterungsmöglichkeit hat, sollte man am besten tropische Pflanzen nehmen, die keine bzw nur eine bedingte Winterpause benötigen. Auch sind kleinbleibende Arten vorteilhaft oder langsam wachsende. Allerdings kann man natürliche alle Sorten austesten und gegebenenfalls ja auch wieder aus dem Aquarium entfernen. Wer Angst vor Schädlingen hat, kann die Kakteen mit Topf einsetzen, somit ist ein schnelles Herausnehmen der Pflanze gesichert. Schöner und natürlicher sieht eine Verpflanzung ohne Topf aus, diese ist jedoch auch risikoreicher. Wer Angst hat vor einem Befall, kann die Pflanzerde vorher im Ofen backen oder im Tiefkühler frosten. Das sollte die meisten Schädlinge zerstören, falls man welche in der Erde sitzen hat. Leider ist es mir selbst schon oft passiert, dass ich mir Schädlinge in der Blumenerde aus dem Baumarkt eingeschleppt habe. Notfalls sollte man um 100%ig sicher zu gehen vorbeugend direkt mit Gift arbeiten






Nachdem die Erde eingebracht ist, kann man die Kakteen in das Aquarium einsetzen.  Jenachdem, wie groß die Kakteen später werden, kann man ihnen einen Platz zuweisen, so dass sie nicht später den kleinbleibenden Arten zuviel Licht rauben.   




Alle Pflanzen werden nach dem einsetzen gewässert, damit sie gut anwachsen können. Aber drauf achten, nicht zuviel zu gießen.  Anschließend kann man eine Kies-, Split- und oder Sandschicht auftragen und  Wüstendekomaterial nach Belieben einbringen.  Die Wüstenpflanzen sind sehr lichthungrig und das Aquarium sollte immer in der Nähe eines  Fensters stehen. Zusätzlich ist eine tägliche Zusatzbestrahlung mit Pflanzenlicht sinnvoll, wahrscheinlich auch nötig. Dazu nimmt man eine  Leuchtstoffröhre mit Lichtfarbe 840 oder 865. Zur Regulation des Lichts, kann man eine Zeitschaltuhr anbringen. Schwarz Weiß Folie auf der Rückseite des Aquariums sorgt für eine noch bessere Lichtausbeute und Bestrahlung der Pflanzen, ist aber kein muss. 

 



In meinem Aquarium befinden sich zur Zeit folgende Kakteenarten:

-Drachenfrucht Pitahaya Hylocereus undatus Kletterkaktus

Schnellwüchsige Kaktee, die Triebe mit über 5 Meter ausbilden kann. Sie besitzt Haftwurzeln, mit denen sie nach oben klettert.  Der Kaktus gehört zu den Blattkakteen und man kann ihm Glieder abtrennen, ohne das er dabei stirbt. Er kann unheimlich schöne und große, wohlriechende Blüten hervorbringen, die ihm den Namen "Königin der Nacht" eingebracht haben. Der Drachenfruchtkaktus ist ein tropischer Kaktus, der eine Winterruhe bei 10-15 Grad genießt, aber diese ist nicht unbedingt notwendig. Wird er durchgängig kultiviert, ist er aber nicht so blühfreudig. Hylocereus ist ziemlich robust und passt sich auch kleinen Töpfen recht gut an.



-Cephalocereus senilis Greisenhaupt

Diese Kakteenart stammt aus Mexiko und kann über 10 Meter hoch werden. Dazu benötigt er aber einige Jahre und im Topf bleibt er deutlich kleiner. Er ist stark behaart. In der Wüste schützen ihn die Haare tagsüber vor zu starkem Sonnenlicht und nachts vor der schnell absinkenden Kälte.  Als Sonnenanbeter benötigt er mindestens 3 Stunden volle Sonne am Tag. Der Cephalosereus kann, muss aber nicht kalt überwintert werden bei 10-15 Grad. Erst bei 6m Höhe, wird dieser Kaktus blühfähig. Das Greisenhaupt muss immer vor Schutz und Zugluft geschützt sein, deshalb wird empfohlen ihn immer unter Glasschutz zu halten. Dieser Kaktus ist anspruchsvoll in der Pflege.



-Echinocactus grusonni Schwiegermuttersitz Goldkugelkaktus

Diese Kakteenart stammt aus Mexiko und ist eine der schönsten Kugelkakteen. Er kann einen Durchmesser von 80cm erreichen und eine Höhe von 1,30m.  Somit kann die Größe eines Sitzmöbels erreichen. Im Volksmund wird er auch Schwiegermuttersitz genannt. Als Zimmerpflanze bleibt er jedoch zumeist kleiner. Echinocactus muss immer an einem sehr hellen Ort stehen. Im Sommer ist Sonne und Wärme nötig und im Winter sollte er bei 8-10 Grad eine Winterruhe einlegen. Wegen Brüchigkeit der Wurzeln sollte er nur umgetopft werden, wenn es wirklich sein muss. Er brauch sehr durchlässiges Substrat, da er zu Fäulnis neigt.  Erst ab 30cm Durchmesser ist dieser Kaktus mit gelben kleinen Blüten blühfähig. Man sollte ihn nur sehr selten uns sparsam gießen.


-Echinocactus weiß bedornt

Entspricht dem gelbbedornten Goldkugelkaktus.



-Gymnocalycium mihanovichii Erdbeerkaktus in gelb und rosa

Ist ein Pfröpfling der auf einem Wirtskaktus wächst, welches zumeist in Rot angeboten wird, allerdings gibt`s diesen Kaktus mit unterschiedlichen Kopffarben. 
Ursprünglich beheimatet ist die Naturform in Argentinien und Paraguay

Beim Handelsüblichen Kaktus, handelt es sich um eine Kreuzung von Zwei Kakteen. Meistens wird dafür ein Myrtillocactus verwendet, der mit einem Gymnocalycium mihanovichii gepfropft wird. Im Sommer kann dieser Kaktus bei viel Licht und Wärme gehalten werden, jedoch nicht im direkten Sonnenlicht. Im Winter bevorzugt er Temperaturen von 16- 20 Grad, kann aber auch ohne Winterruhe gehalten werden. Auf keinen Fall sollte er längere Zeit im Winter unter 15 Grad gehalten werden. Dieser Kaktus mag keine Staunässe, aber die Erde sollte nie völlig austrocknen, sondern immer leicht feucht sein.



-Mammilaria polythele Warzenkaktus

Mammilaria zählt zu den pflegeleichten, artenreichsten Kakteengewächsen (ca. 400 Arten). Die Kakteen sehen wie Nadelkissen aus und blühen meistens jedes Jahr. Man kann Mammilaria bei mindestens 15 Grad durchkultivieren. Jedoch ist eine Winterruhe bei 8-10 Grad sinnvoll, da die Kaktee sonst vielleicht keine Blüten ausbildet. Mammilaria mag feuchte, aber nicht nasse Erde. Die Oberschicht kann dabei ruhig austrocknen. Die meisten Mammilaria neigen zu Gruppenbildung, wobei sie Kindel an der Seite rausschieben. Polythele ist jedoch ein Einzelkaktus. Mammilaria erreichen selten einen Durchmesser von größer als 15 cm. Polythele wird bis zu 60cm hoch.



-Howorthia fasciata Aloegewächs

Es gibt ca. 160 Arten der Gattung Howorthia.  Es sind kleinwüchsige Sukkulenten mit interessanter Blattfärbung und Blattform. Sie Sukkulenten sind in Südafrika beheimatet.  Howorthien können fast das ganze Jahr über Blüten ausbilden und sind nicht schwierig zu kultivieren. Howorthien sollten niemals in direkter Sonne stehen, eher im Halbschatten. In der Winterruhe sind sie bei 10-15 Grad gut aufgehoben. Eine Überwinterung in der Wohnstube ist nicht empfehlenswert. Die Oberschicht kann austrocknen, doch sollte die Erde bei den Wurzeln immer leicht feucht sein und niemals völlig austrocknen. Man sollte sie jährlich neu eintopfen und alte Erde entfernen, da sie ihre alten Wurzeln einmal im Jahr abwirft und diese dann zu Fäulnis führen können. Howorthia Stauden werden ca. 5-10cm hoch.



-Tillandsie

Gehört zur Familie der Bromeliengewächse und ist eine tropische Gattung der USA und haben sich an unterschiedlichste Lebensräume angepasst. Es sind ausdauernde, krautige Pflanzen. Meistens leben Tillandsien auf Bäumen und Kakteen, in oberen Etagen von Wäldern oder auf Felsen. Tillandsien haben nur ganz kleine Miniwurzeln zum Festhalten und werden nicht in der Erde gehalten, sondern auf Holz, Deko, Fels oder anderen Blumen aufgebunden. Das Aufbinden ist wichtig, da die Pflanze sonst nicht lange lebt. Aufbinden kann man Tillandsien zB mit Draht oder Streifen von einer alten Strumpfhose. Auch kann man sie in Tongranulat setzen. Die Pflanze sollte 2-3 Mal in der Woche mit weichen Wasser besprüht werden. Im Winter sollte man sie an einem hellen Luftfeuchten Ort aufbewahren ohne Sprühen da die Gefahr des Faulens besteht. Man sollte auch unbedingt auf weiches Wasser achten, da sonst die Poren mit denen sie Wasser aufnimmt, verstopfen können. Tillandsien benötigen keine Winterruhe und mögen es immer warm, feucht und sehr hell. Fühlt die Tillandsie sich wohl, dann kann sie dies mit Blüten belohnen.



-Echiveria

Echiveria sind pflegeleichte Sukkulente aus Mexiko. In Mode ist es momentan die Blätter der Pflanze gefärbt zu verkaufen. Echiveria liebt die Sonne und gegossen wird sie bis die Erde sehr feucht ist und dann lässt man die Erde fast völlig austrocknen bis zur nächsten Wässerung. Sie ist gegen Staunässe sehr empfindlich.  Überwintern sollte man sie bei 10-15 Grad. Je nach Art wird die Pflanze zwischen 30-100cm hoch.