

Das Buch "Blasse Helden" von Arthur Isarin hat einen Umfang von 320 Seiten und ist bei Albrecht Knaus Verlag erschienen.
Das
Buch ist als Ebook und Hardcoverausgabe erhältlich. Als Hartcover hat
es einen abnehmbaren Schutzumschlag und mitteldicke, recht robuste
Leseseiten und eine gute Bindung.
Anton zieht Anfang der 90er
Jahre nach Moskau um Geschäfte zu machen, wegen den Frauen und Geld. Als
blasser Held führt er ein abenteuerliches, gefährliches und recht
bizarres Leben.
Die Geschichte begleitet Anton in vielen
Kurzgeschichten über einige Jahre durch das Russland der 90er.
Authentisch und sehr atmosphärisch schafft es der Autor die Extremen
zwischen Arm und Reich hervorzuheben, die Schönheit des Landes, die hohe
Kultur und die Missstände von illegalen Geschäften, Prostitution, Mord,
Machtmissbrauch, Drogen, Alkoholismus, Partys bis hin zur alltäglichen
Gewalt und einer gewissen Normalität von extremen uns undenkbaren
Zuständen. Der Prunk und die Gosse, Freude und Verzweiflung geben sich
die Hand. Es ist unglaublich mit wie viel Hintergrundwissen der Autor
geschichtliche und gesellschaftliche Ereignisse, Normen und Zustände
verwebt. Leider hat er eine sehr nüchterne, sachliche, fast schon
emotionslose Schreibweise, die dicht und interessant schildert, aber
auch zäh und trocken sein kann. Das Buch ist definitiv kein Werk für
nebenher, sondern man muss sich schon sehr konzentrieren und am Ball
bleiben. Hauptsächlich stehen Geschäfte und Geschäftsbeziehungen sowie
daraus resultierende Zwischenfälle (erinnert mich teilweise an die
Mafia) im Vordergrund. Das ist sicherlich nicht Jedermanns Sache. Wer
sich allerdings für Russland und die russische Geschichte und Kultur
interessiert, dem sein dieses Werk ans Herz gelegt.
Fazit:
Authentische, atmosphärische, interessante Geschichte, die viel Wissen
vermittelt, allerdings auch in einem sehr nüchternen, sachlichen,
dichten Schreibstil verfasst ist, der sich trocken ziehen kann. Kein
Buch für Zwischendurch. Gespickt mit geschichtlichen Ereignissen, Normen
und viel russischer Kultur. Lesenswert!