Mittwoch, 12. Februar 2014

Pflanzenversandhandel im Test

Bis jetzt hab ich bei 4 Hauptfirmen meine Pflanzen bestellt und meine Auswertung will ich euch nicht vorenthalten xD

So hier mal meine Erfahrungen zu Bakker:
Ziemlich teuer, aber die Pflanzen kamen immer tadelos an und sind fleissig gewachsen. Die Auswahl ist meiner Meinung nicht sehr groß, wenig Raritäten oder Aussergewöhnliches.

Pötschke:
Nicht so teuer wie Bakker, aber teurer als Baldur. Dafür einwandtfreie Pflanzen und schneller Ersatz falls mal eine Reklamation von Nöten ist. Wird meistens sofort eine Ersatzpflanze geliefert. Schnelle Lieferung, was bei Bakker und Baldur nicht immer der Fall ist. Nette Kundenbetreuung und super Extras. Bekam zum Beispiel eine tolle Kletterrose geschenkt^^ *freu*
Eine wirklich riesige Auswahl an Pflanzen und Garten sowie Heimdeko.

Baldur:
Hat viele Raritäten, die andere Shops nicht haben, daher hab ich auch letztes Jahr und dieses Jahr dort bestellt. Ist sehr günstig. Arbeitet aber mit Fotos, die sagen wir aufmontiert sind. Originalpflanzen sehen bei weitem nicht wie auf den Fotos aus. Desweiteren musste ich sehr lange auf meine Pflanzen und eine Bestellbestätigung warten und teilweise kamen doch sehr mickrige Pflanzen bei mir an. Manche haben nicht überlebt, die ich Gott sei Dank aber reklamieren konnte. Was mich geärgert hat ist, das es keine Ersatzlieferung gab, sondern einen Gutschein der mich natürlich wieder dazu zwingt etwas dort zu bestellen. Ansonsten sind die Pflanzen die durchkamen mittlerweile aber gut am gedeihen. Was ich noch negativ finde bei dieser Firma ist das manche Pflanzen als winterhart angegeben werden, dies jedoch nicht sind und die Hinweise zu vielen Pflanzen sind sehr dürftig, auch die Pflegeanleitung. Da musste ich imme nachgooglen und mich auch im Vorraus informieren.

Trotzdem habe ich  bei Baldur noch einen Versuch gestartet und bestellt. Das Ergebnis ist ernüchternd. Die Narzissen die ich letztes Jahr eingepflanzt hab sind statt rosa-gelb, nur mal am Rande. Trotzdem will ich euch meinen weiteren Ärger mit der Firma nicht vorenthalten. Ich hab vor über 2 Monaten bestellt, eine Bestätigung erhalten via email, aber es kam nach Wochen immer noch kein Pflänzchen. Ich schrieb die Firma an, dies meinte ich müsste Vorabüberweisen binnen 14 Tage *hab mich geärgert, sehr sogar*. Vorher bekomme ich eine Bestätigung aber keine Pflanzen nun soll ich in Vorauskasse treten???? Nach einem Monat??? Sehr seltsam, aber ok. Ich hab die Kohle überwiesen. 2 Wochen gehen rum, keine Pflanzen. Angeschrieben, stunk gemacht, endlich kommt eine Lieferung, wo allerdings nur die Hälfte der bestellten Artikel drin sind. Desweiteren hatte ich einen Gutschein den ich nur mit Mühe und Not eingelöst bekam. Jedesmal sendeten die mir die Rechnung ohne Abzug des Gutscheins, bis ich den erst einmal eingelöst hatte, war das ne Arbeit-.-
Auf alle Fälle kommt nur die hälfte an und ich schreibe wieder Baldur. Die Firma schreibt mir heute dann zurück, das nach ihrer Meinung alle Pflanzen bei mir sein müssten!!!! Wie bitte??????????? Ich natürlich wieder bitterböse zurückgeschrieben. Ich bezahle doch nicht im Voraus für Pflanzen die ich nicht erhalte.... Ich fasse es einfach nicht... Na da bin ich dann mal gespannt wann der Rest bei mir eintrudelt und wieviel ärger ich noch habe und wieviel Zeit bis dahin noch vergeht. Desweiteren kamen auch einmal wieder wie immer teilweise gute und teilweise mickrige Pflanzen an. Bei 2er oder 3er Packs von Pflänzchen sieht man das immer besonders gut, da senden die dann 1-2 starke und eine kümmerliche Pflanze. Für mich ist eindeutig klar, bei Baldur bestelle ich nie wieder.

Staudengärtnerei Gaissmayer:
Da kamen wirklich super tolle Pflanzen an, die auch alle den Winter überlebt haben und die sich prächtig in meinem Garten entwickeln.

Mein Fazit:
Pötschke und Geissmayer liegen bei mir an der Spitze
Bakker bildet ein gutes Mittelfeld

Baldur bekommt von mir ein Minus Minus

Natürlich gibts noch weiter gute Pflanzenhändler online wie zB Raritätengärtnerei Treml, Orchideen-Wichmann ect . Dies ist hier nur einmal eine kleine Übersicht. 

Hier ist noch eine List von Anbietern, die laut dem Green24 Forum gut sein sollen

Sarracenia Schlauchpflanze

Sarracenia gehören zur Gruppe der fleischfressenden Pflanzen (Karnivoren).  Sie bilden unterirdisch ein Ryzom und können einfach per Teilung vermehrt werden. Man kann auch Samen im Herbst sammeln und Diese bis zum Frühjahr im Kühlschrank halten und dann auspflanzen. Sarracenia (Schlauchpflanzen) benötigen  unbedingt eine Winterruhe. Im Winter kann man sie problemlos im Freien kultivieren. Deshalb sind sie fürs Moorbeet oder als Kübelpflanze besser geeignet. Im Aquarium/Terrarium fühlt sie sich sehr wohl, aber nur wenn man das Aquarium im Winter an einen hellen und kalten Ort stellen kann. Auch mit einer Frostschutzmatte und Frostvlies kann man sie auf dem Balkon im Winter stehen lassen. Außer S. minor und S. psittacina vertragen alle Arten einen europäischen winter. Sie brauchen kein Frost, aber Temperaturen um die 5 Grad zumindest.  Nur in den ersten 3 Jahren brauchen Jungpflanzen noch keine Winterruhe. Ich kenne Halter die die Sarracenia solange in ihrem Terrarium ohne Winterruhe kultivieren, bis sie zu groß wird und setzen sie dann um. Nach der Winterruhe bilden die Schlauchpflanzen einen Blütenstiel, der gerade nach oben wächst und dann umkippt. Bekannte Arten sind alata, flava, leucophylla, minor, oreophila, psittacina, purpurea, rubra. Ich selbst habe eine Hybride. Wer die Eltern sind, kann man bei Hybriden nur vom Züchter erfahren. Die Schlauchpflanzen kann man mit Wasser besprühen und man gießt sie im Sommer im Anstauverfahren. Die Pflanze wird in einen Behälter mit Wasser gestellt und sobald dies aufgebraucht ist, wird neues Wasser 1-2 cm nachgegossen. Ab Herbst gießt man dann weniger, bis in der Winterzeit nur noch die Erde leicht feucht gehalten wird. Hier muss man darauf achten das sie die Pflanze gut gelüftet wird und sich kein Schimmel bildet. Schimmlige Stellen müssen sofort entfernt werden. Gießen darf man nur mit destiliertem Wasser (mit 10% Leitungswasser) oder Regenwasser, da zuviel Kalk im Leitungswasser enthalten ist. Wie bei den anderen Karnivoren auch, sollte man keine toten Tiere reinschmeissen oder Essensreste. Wenn ein Schlauch mit verdauten Insekten voll ist, dann stirbt dieser meistens nach einiger Zeit ab. Es treiben aber an der Seite immer wieder neue Schläuche aus. An der Öffnung bildet die Pflanzen Nektar, der Insekten anlockt. Die Beute rutscht auf dem wachsbeschichteten Rand aus und rutscht ins Innere der Pflanze. In der Innenwand sind nach innen gerichtete Härchen, die ein Entkommen unmöglich machen. Die Beute wird mit einer Verdauungsflüssigkeit im Inneren zersetzt. Diese Karnivore arbeitet also mit einer Fallgrubenfalle. Es gibt liegende und stehende Schläuche. Schlauchpflanzen sind von  Florida bis Kanada (USA) beheimatet. Schlauchpflanzen werden ca. 15-75 cm hoch. Gedüngt wird nicht und auch diese Carnivore brauch sehr viel Licht und Luftfeuchtigkeit. Vorallendingen an sehr heissen Tagen sollte man sie mit Wasser besprühen. Die Schlauchpflanze darf man wie andere Karnivoren nicht über der Heizung halten, da hier die Luftfeuchtigkeit viel zu trocken ist. Umtopfen tut man sie mit spezieller Karnivorenerde oder mit Naturtorf ohne Dünger. Im Internet wird über die beste Mischung der Erde immer diskutiert. Ich denke mit bereits angemischter Karnivorenerde fährt man aber ganz gut. Es seidenn man hat ein paar Karnivoren zu Hause oder man legt ein Terrarium an, dann lohnt sich das Mischen eines Substrates preislich deutlich. Hierzu nimmt man ungedüngten Hochmoortorf/Weißtorf und mischt ihn mit Perlite und/oder Quarzsand im Verhältnis 3:1. Quarzsand zusätlich auf der Oberfläche der Erde verteilt macht es den Trauermücken schwierig sich einzunisten. Manchmal hat die Schlauchpflanze mit Schädlingen zu kämpfen. Schnecken und Raupen müssen abgesammelt werden und wenn sie mit Trauermücken, Spinnmilben, Schildläusen oder Blattläusen zu kämpfen hat, hilft meist nur Gift. Schildläuse und Blattläuse werden nicht immer sofort erkannt. Die Pflanze kann einfach schlapp wirken oder hat verkrüppelte Blätter oder kleine braune Punkte an den Schläuchen. Auch Vögel können im Herbst großen Schaden anrichten. Hier hilft nur ein Gitter was man über die Pflanzen spannt. Sarracenia sind im Großen und Ganzen recht einfach zu halten und auch für Anfänger geeignet.  Wo ihr noch unbedingt drauf achten solltet ist, dass ihr die Pflanze nach dem Kauf umtopft. Meistens werden Schädlinge nämlich aus dem Supermarkt und Baumarkt mit eingeschleppt. Auch eine vorbeugende Giftgabe ist direkt nach dem Kauf sicherlich sinnvoll. Aber Gifte nur ohne Dünger verabreichen. Bei meinem Hybriden waren kleine Würmer nach dem Kauf in der Erde. Obwohl man der Pflanze noch nicht ansah, waren Schädlinge in der Erde. Bitte kontrolliert da ganz genau. Verfaultes Moos auf der Oberfläche sollte man entfernen. Als Begleitpflanze eignet sich für alle Insektivoren das Spaghnummoos. Dieses kann man mit der Pflanze gemeinsam kultivieren. Wenn es zu hoch wird, schneidet man es einfach etwas bei. Spaghnummoos hält gut die Feuchtigkeit in der Erde und hebt auch die Luftfeuchtigkeit an.






Karnivoren Terrarium einrichten

Hier stelle ich euch mein neu eingerichtetes Karnivoren-Terrarium vor und zeige euch was ich für die Einrichtung genommen habe :)
 
Man benötigt:
-Karnivoren (aufpassen ob Hochland oder Tieflandpflanzen und ob sie eine Winterruhe benötigen). Bekannte Pflanzen sind: Aldrovanda, Byblis (Fortgeschrittene), Cephalotus, Darlingtonia (Fortgeschrittene), Dionaea, Drosera, Drosophyllum, Genlisea, Heliamphora, Nephentes (Hochland und Tieflandarten), Pinguicula, Sarracenia, Utricularia.
Sarracenia und Dionaea müssen überwintert werden.

-Terrarium oder Aquarium

-Beleuchtung zB benutze ich eine T5 15 Watt Leuchtstoffröhre mit Lichtfarbe 865 Tageslicht mit 6500 Kelvin (möglich ist auch die Lichtfarbe 840), ansonsten nur spezielle Pflanzenlampen.

-schwarz -weiß Folie zur besseren Reflektion des Lichts (Terrariumrückwand)

-Thermometer und Hygrometer zur Kontrolle

-Blähton (vorher waschen), für die erste Schicht im Terrarium (ca. 3-5 cm hoch)

-einen Aquariumschlauch, den man in die Seite vorm befüllen in den Blähton steckt (kann man dann später mit Trichter drüber bewässern)

-Eventuell einen Brunnen und/oder Vernebler um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen (Besprühen der Pflanzen, die es benötigen, geht auch)

-große Steckleiste und Zeitschaltuhren zur Betreibung des Technischen Equipments.

-Terrariumlüfter oder umgebauter PC-Lüfter mit Netzteil zur Belüftung des Terrariums gegen Schimmel.

-Spaghnummoos (sehr gute Begleitpflanze, hält die Feuchtigkeit und hebt die Luftfeuchte und macht einen schönen Rasen)

-Begleitpflanzen (aber nur wenn man möchte) zB Vanille, klein bleibende Orchideen, Bromelien, Farn, Dischidia, Frauenschuh, Tillandsien, Roridula ect

-Karnivorenerde oder eine Mischung aus ungedüngten Hochmoortorf (Weißtorf) und Quarzsand (1-2mm) im Verhältnis 3:1 und Perlite zur Drainage.

-Regenwasser oder destiliertes Wasser (niemals Leitungswasser).

-Begleittiere können im Terra zB sein Pfeilgiftfrösche oder Geckos. Im Aquarium wären Wirbellose wie Schnecken denkbar oder Skorpione.

-Deko wie zB Steine oder Holz (Bei selbstgesammelten Steinen, diese vorher reinigen und abkochen. Bei selbstgesammelten Holz dieses mit kochendem Wasser übergießen und bei ca. 60-75 Grad backen)

-Gift (ungedüngt) gegen Schädlinge. Schädlinge schleppt man meistens mit ein. Vorallendingen bei frisch gekauften Pflanzen sind oft Schädlinge mit in den Töpfen.

In meinem Aquarium (umgebautes Terrarium Tieflandbecken) seht ihr folgende Pflanzen:
Pinguicula Hybride (Fettkraut)
Sarracenia Hybride (Schlaupflanze Jungpflanze)
Nepenthes alata (Hochlandkannenpflanze, kann man aber wie eine Tieflandpflanze ohne Nachtabsenkung halten, da sie ziemlich pflegeleicht ist.)
Drosera aliciae
Drosera capensis



Wie baut man ein Karnivorenterrarium ???:

1. Aquarium oder Terrarium reinigen und Brunnen hineinstellen (wenn man einen instalieren möchte). 



2. Schlauch an einer Seite befestigen, um später das Terrarium mit Wasser zu befüllen.

3. Blähton ordentlich waschen und einüllen.



4. Wer eine Wasserstelle möchte, muss diese nun mit Folie oder mit einer Schale einarbeiten. 

5. Funktion der technischen Geräte wie Brunnen, Vernebler, Terrariumlampe, Lüfter, überprüfen.

6. Karnivorenerde einfüllen oder selbstgemischte Erde anmischen. Dazu nimmt man ungedüngter Hochmoortorf (Weißtorf) und Quarzsand (1-2 mm Körnung) im Verhältnis 1:3 sowie ein paar Hände Perlite zur Drainage



7. Die Erde im Aquarium einarbeiten, aber keine gerade Fläche, sondern Hügel wie in der Natur. Man kann noch Holz und Steine verwenden zur Deko und für die Erhöhungen. Steine aus der Natur sollten vorher abgekocht und gesäubert werden und Holz aus der Natur übergießt man mit kochendem Wasser und backt es bis es trocken ist im Backofen bei 60-75 Grad. Man kann das Holz auch wochenlang trocknen lassen in der Wohnung. 

8. Nun werden die Karnivoren eingepflanzt. Dabei sollten groß werdende Arten eher etwas hinten und kleinere Arten weiter vorne stehen. Damit die großen Arten später nicht den Kleinen das Licht klauen. Beim Umtopfen sollte man soviel alte Erde wie möglich entfernen. Da man immer Schädlinge aus Baumärkten und Blumenläden mit einschleppt. Aber das Moos auf der Oberfläche sollte unbedingt mit in das Aquarium. Spagnummoos ist eine super Begleitpflanze und erhöht die Luftfeuchtigkeit. Alte Blätter sollte man vor dem Einpflanzen entfernen, um Schimmel zu vermeiden. 

9. Begleitpflanzen und Deko werden nun mit eingebracht. 

10. Schwarz-Weiß Folie wird auf die Rückwand geklebt (wenn man möchte).

11. Lüfter, Thermometer, Hygrometer werden angebracht und eine Leuchtstoffröhre mit Lichtfarbe 840 oder 865. 

12. Eine Steckleiste kann man mit Zeitschaltuhren für Lüfter, Licht, Vernebler und Brunnen versehen. 
 

13. Ungedüngtes Gift gegen Schädlinge kann man einbringen.

14.Nun wird destiliertes Wasser oder Regenwasser über einen Trichter beim eingesetzten Schlauch eingefüllt. So lange bis im Blähton ca. 2 cm Wasser stehen bleibt. Pflanzen die es mögen mit Wasser besprüht zu werden, kann man auch nochmal von oben besprühen. 

15. Den Terrariumdeckel lasse ich meistens bis abends offen, so bekommen die Pflanzen eine gute Lüftung und können an der Fenster Licht tanken. Abends beleuchte ich dann mit Deckel noch einige Stunden. 

Fertig ist das Karnivorenterrarium :)


 

Erfinder Karl Hans Janke

Erfinder

Karl Hans Janke














Janke wird auch der Erfinder- der Künstler aus Hubertusburg genannt. Er hat nicht nur technische Begabung, er ist auch Künstler und Konstrukteur. 
Von 1948 entstehen bis zu seinem Tod 4000 Werke. 
„Chronisch paranoide Schizophrenie" lautete die Diagnose 1949.
Da war er 40 Jahre alt, hatte Abitur gemacht und ein Semester Zahnmedizin studiert.
 
Seine Zeichnungen sind auf billigstem Papier gefertigt in liebevoller Besessenheit und im kleinsten Detail. Er wurde von der Idee angetrieben, dass die Menschheit im All Leben könnte.
Seine  Zeichnungen wurden in Obstkisten in der Klinik Hubertusburg auf dem Dachboden gelagert.
Karl Hans Janke saß den größten Teil seines Lebens in der Psychiatrie "wegen wahnhaften Erfindens". Er war Fantast und genialer Erfinder in einem. Keine seiner Erfindungen funktionierte, weil er die Gesetze der Naturwissenschaft völlig auf den Kopf stellte.  Er wollte Energie aus der Umgebung, die uns umgibt, als alternative Energie nutzen, um Strom zu erzeugen. Janke wollte den Erdmagnetismus als Energiequelle nutzen. Des Weiteren hat er Modelle gebaut und erfunden. Eines davon ist das Dreistufige Atom-Magnetische Blitz-Düsen-Triebwerk  und das Trajekt, das ohne Benzin und Strom fliegen soll. Er beschrieb sein Trajekt beim Patentamt detailiert:“  Das nach dem Prinzip früherer Luftschiffe konstruierte Raumfahrzeug 'Venusland' ist gekennzeichnet durch eine pfeilförmige Rumpfbauform mit Balanceflächen und einer Ganzmetall- oder Kunststoff-Plankenschale; ferner durch bandagierte, kältegeschützte, elektrisch erwärmbare Traggaskessel, in denen unbrennbar gemachtes Edelgas den Auftrieb erzeugt, während atom-elektrisch betriebene, peristaltisch arbeitende magnetische Hitze- oder Blitz-Impulsstrahl-Triebwerke mit vorheizbaren, hochtourigen, atom-elektrischen Stabturbinen oder Vorflutgebern die Raumluft, bzw. die raumelektronische Füllung in Fluss bzw. in Anstoß versetzen, wobei die Steuerung der Fahrzeuge im Raum durch eine magnetische Strahl-Ablenkung erfolgt.“

Heimlich nahm Janke Kontakt zu Firmen, Behörden zu anerkannten Wissenschaftlern und Instituten auf. Dem Patentamt legte er einen Entwurf nach dem Anderen vor.  Meistens hat es einige Zeit gedauert, bis die Menschen bemerkten, dass nicht eine Idee funktionierte. 

Weltraumschiffe und Unterseebootskizzen hat er hinterlassen, die dysfunktional sind. Aber er hatte auch schon die Idee zu einem Vorläufer des Navigationssystems. Ob Fantast oder Genie, wird sich in den nächsten Jahrhunderten zeigen. Vielleicht ist die Idee der alternativen Energiegewinnung irgendwann doch umsetzbar?!

Der autistisch lebende Einzelgänger, wollte Weltenretter sein und starb als großer Künstler am 15.03.1988 in der Klinik.



Historisches über Vampire

Vampire in Venedig (16. Jhd.)

Venedig die Stadt des Lichts und der Liebe hat auch eine Schattenseite.
2006 hob man Massengräber aus, die im 16. Jhd. durch den schwarzen Tod entstanden. 
Der schwarze Tod war vermutlich die Beulenpest, was jedoch nicht völlig geklärt werden konnte. Wir wissen nur, dass er abrupt anfing, fast die ganze Welt auslöschte und abrupt auch wieder verschwand.
Neben den normalen Skeletten, die kreuz und quer auf einem Haufen liegen, findet man auch ein Skelett das einen Ziegelstein im Mund hat. Dies deutet auf Vampirismus hin. Im Buch „Die Geschichten der kauenden Toten“ aus der damaligen Zeit, wird beschrieben wie man einen Untoten töten kann. Dazu gehört, dass der Untote etwas in seinen Mund gelegt bekommt, damit er nicht mehr kauen kann. Desweiteren wurden auch Köpfe abgetrennt und zwischen die Beine gelegt, einen Pflog durchs Herz getrieben und Hände mit einem Rosenkranz zusammen gebunden und der Körper mit Steinen beschwert, so das der Untote sich nicht mehr bewegen kann.
Venedig war 1575 eine mächtige, reiche Handelsstadt, die sich vorallendingen durch Kunst und Wissenschaft prägte. Doch es starb plötzlich jeder Vierte an der Pest.
Die Pestärzte tragen zum Schutz schnabelförmige Masken, die mit ätherischen Kräutern gefüllt sind und sie haben einen gekrümmten Stock dabei, um die Opfer zu untersuchen. Die Wissenschaft ist noch nicht so weit das man die Krankheit wirklich heilen oder verzögern könnte. Die Ärzte verordnen Weihrauch und ähnliche unnötige Medizin und Zauber.
Der Aberglaube wird immer stärker im Volk. Und obwohl die Vampire nichts mit dem Christentum in dieser christlichen Zeit zu tun haben, keimt der Glaube an den Vampirismus auf.
Doch hat der Vampir des 16. Jhd. nichts mit dem fiktiven Vampir des 18. Jhd. aus der Literatur gemeinsam. 
Die Vorfahren der Vampire, an die die Menschen der damaligen Zeit glaubten, waren Wiedergänger,  Ghouls die auch Fleisch verschlingen und nicht nur Blut trinken.  Der damalige Vampir verkörpert Alles wovor die Menschen angst haben. Und es sind auch meistens keine männlichen Vampire, wie in der Literatur, die ihr Unwesen treiben. Im 16. Jhd. waren Frauen meistens vom Vampirismus befallen. 
Das führt auf die Hexenverfolgung zurück, der in dieser Zeit auch meistens Frauen zum Opfer fielen. Eine Frau brauchte bloß älter werden, als die damalig üblichen 40 Jahre, dann nahmen abergläubische Leute bereits an, dass die Frau eine Hexe sei, die durch Magie und Satans Kraft oder durch Vampirismus sich am Leben hielt.
Das Wort Vampir leitet sich von Upir ab, was Untoter Bluttrinker bedeutet.
Upir könnte sich von dem türkischen Wort (gesprochen uber) ableiten, was soviel wie Hexe bedeutet.
Tatsächlich gibt es auch parallelen von den Ritualen bei der Beerdigung von Vampiren und Hexen.
Zumeist wurden arme Menschen der Vampirkrankheit beschuldigt. Man ging übrigens davon aus, dass diese ansteckend war. Die Oberschicht, hat anders wie wir aus der Darstellung des Vampirs aus dem 18. Jhd. kennen, wenige bis gar keine Vampirismusfälle. Dies mag daran liegen, dass man über den Verdacht hinaus eines adligen Mitglieds, höchstens im Geheimen Mutmaßungen aussprach und bei Verdachtsfällen heimlich handelte, so dass das  gemeine Volk davon nichts mitbekam. Man wollte keinen Skandal und keine Unruhen. Der adlige Stand tat Alles dafür, dass eigene Vampirfälle nicht bekannt wurden.
Die Menschen des  16. Jhd. kamen erst mit den Ausmaßen der Pest, mit vielen Leichen in Kontakt. Vorher begrub man die Verstorbenen und öffnete die Gräber nicht mehr, alleine schon aus ethischen und christlichen Werten. Deshalb kannte man auch nicht den Prozess der Verwesung.
Doch als man öfters mit Leichen in Berührung kam, da schienen manche von ihnen noch zu Leben:
-    Ihre Fingernägel und Haare schienen zu wachsen.
-    Sie sahen unverwehst und aufgebläht aus. Ihre Haut war rosig und ihr Bauch war dick. Sie sahen frisch genährt aus.
-    Blut kommt aus dem Mund und benetzt auch das Leichentuch (Man wollte z.B. das Schmatzen der Untoten verhindern, das kam durch dieses Bild zustande).
-    Die äußere Haut blätter ab, aber es scheint neue nachzuwachsen.
-    Die Leichen sind nicht steif, sondern beweglich.
-    Die Leiche gibt schmatzende Geräusche von sich.
-    Die Leiche zuckt oder bewegt sich plötzlich.
 
Man wusste nicht das es ein normaler Verwesungsprozess ist der folgendermaßen aussieht:
-    Die Haut schrumpft, deshalb sehen Haare und Nägel länger aus.
-    Die Verwesung der inneren Organe macht einen dicken Bauch.
-    Gase, die sich im Körper bilden, lassen die Haut rosig und straff aussehen.
-    Die äußere Haut schält sich ab.
-    Blut läuft aus dem Mund, weil Verwesungsflüssigkeit austritt.
-    Die Zersetzung  im Inneren kann gluckernde und schmatzende Geräusche verursachen und den Leichnam auch minimal in Bewegung versetzen.

Die Geschichten nach dem schwarzen Tod über Ghouls, lebende Untote, über Vampire, sind geblieben.
Doch sie bleiben reine Fiktion und Fantasie.

 
                                                                                                                       


Vampirprinzessin Eleonore

Es wurden Skelette aus dem Mittelalter gefunden, die tatsächliche Vampirbeerdigungen bezeugen. Mit abgetrenntem Kopf der zwischen den Beinen gelagert wird, einem Pflogstich durchs Herz, mit Rosenkranz zusammengebundenen Händen und schweren Steinen auf dem Körper.
Eleonore war eine Prinzessin aus der Zeit, die gerne auf Jagd ging und alles schoss bis auf Wölfe. Sie war sehr abergläubisch und den okkulten Dinge zugewandt, deshalb hielt sie Wölfe an ihrem Hof und trank der weiblichen Wölfe Muttermilch. Die magischen Wesen, sollten nach der Sage von Romulus und Remulus die von einer Wölfin gestillt wurden, die Chance erhöhen mit einem Sohn schwanger zu werden. Erst mit 40 wurde Eleonore tatsächlich mit einem Sohn schwanger, was für das Alter sehr ungewöhnlich war und zu allerlei Gerede führte. Ihr Mann wurde bei der Jagd erschossen, ihr Sohn dann beim Kaiser erzogen. Eleonore bekommt hohen Unterhalt und gibt viel Geld aus, vorallendingen für Medikamente. Ihr körperlicher Zustand wird schlechter und sie hat oft Arztbesuche, wo ein Aderlass durchgeführt wurde. An einem 30.April, ein Tag vor Walpurgis, bestellt sie über 60 Medikamente. Sie glaubte wohl auch an die Macht von Dämonen. Ihr Zustand verschlechtert sich so sehr, das sie nach Wien gebracht wird.
Dort verstirbt sie am 5.Mai 1741. Sie ist völlig ausgezehrt. Man obduziert sie sofort, obwohl das bei einem Adeligen nicht üblich ist. Das Honorar für die Ärzte ist ungewöhnlich hoch und beträgt für die heutige Zeit 90000 Euro. Man entdeckt am Darm eine Geschwulst die so groß ist wie ein mittlerer Kinderkopf. Dieser Tumor hat auch in andere Organe gestreut. Deshalb magerte sie ein Jahr zuvor sehr stark ab, hatte starke Schmerzen, aß kaum noch etwas und war des Nachts wach, was zu Gerede führte bei den Menschen. Man arrangierte wohl die Obduktion, um eine heimliche Pfählung zu verschleiern. Eleonore Schwarzenberg wurde nicht in der Familiengruft in Wien beigesetzt. Man ritt ihren Leichnam schnell von Wien nach Böhmen nach Gronau. Die toten reiten Schnell (aus Bram Stokers Dracula was er aus einem alten Gedicht namens Lenore benutzt). Im ganzen Land läuten die Kirchenglocken, denn es werden überall Messen gehalten. Doch zu Leonore Beerdigung kommt niemand, nicht einmal ihr Sohn. Sie wird in einem extra angebauten Teil einer Kirche begraben ohne Namen, ohne Wappen, ohne Titel. Es steht nur darauf: Hier lieget die arme Sünderin Leonora, bittet für sie. Man mauerte Leonores Sarg  regelrecht ein, streute geweihte Friedhofserde darüber und schloss dann das Gewölbe mit einem tonnenschweren Sarg. Und darüber war ja noch die Kirche.
Im Land brach angst aus, weil die Leute sich vor der Vampirkrankheit fürchteten. Man hängte Knoblauch und Kreuze ans Haus und eine Vampirjagd beginnt. Ein sicheres Zeichen das ein Vampir im Grab liegt war z.B. Wenn ein Rappe vor einem Grab scheut, der von einem Jüngling geführt wird.
Bram Stokers Dracula beruht übrigens auf historische Fakten und unterliegt nicht der Fantasie. Gerard van Swieten ist z.B. die Figur Abraham van Hellsing.






(by Gottfried August Bürger)
  
Lenore gilt als Prototyp der Schauerballade.
Lenore 

Lenore fuhr ums Morgenrot
Empor aus schweren Träumen:
"Bist untreu, Wilhelm, oder tot?
Wie lange willst Du säumen?" -
Er war mit König Friedrichs Macht
Gezogen in die Prager Schlacht,
Und hatte nicht geschrieben:
Ob er gesund geblieben.


Der König und die Kaiserin,
Des langen Haders müde,
Erweichten ihren harten Sinn
Und machten endlich Friede;
Und jedes Heer, mit Sinn und Sang,
Mit Paukenschlag und Kling und Klang,
Geschmückt mit grünen Reisern,
Zog heim zu seinen Häusern.


Und überall, allüberall,
Auf Wegen und auf Stegen,
Zog alt und jung dem Jubelschall
Der Kommenden entgegen.
"Gottlob!" rief Kind und Gattin laut,
"Willkommen!" manche frohe Braut.
Ach! aber für Lenoren
War Gruß und Kuß verloren.


Sie frug den Zug wohl auf und ab
Und frug nach allen Namen;
Doch keiner war, der Kundschaft gab,
Von allen, so da kamen.
Als nun das Heer vorüber war,
Zerraufte sie ihr Rabenhaar,
Und warf sich hin zur Erde
Mit wütiger Gebärde.


Die Mutter lief wohl hin zu ihr:
"Ach, daß sich Gott erbarme!
Du trautes Kind, was ist mit Dir?"
Und schloß sie in die Arme. -
"O Mutter, Mutter! hin ist hin!
Nun fahre Welt und alles hin!
Bei Gott ist kein Erbarmen.
O weh, o weh mir Armen." -


"Hilf Gott, hilf: Sieh uns gnädig an!
Kind, bet ein Vaterunser!
Was Gott tut, das ist wohlgetan;
Gott, Gott erbarmt sich unser!" -
"O Mutter, Mutter, eitler Wahn!
Gott hat an mir nicht wohlgetan!
Was half, was half mein Beten?
Nun ist's nicht mehr vonnöten." -


Hilf Gott! hilf, wer den Vater kennt,
Der weiß, er hilft den Kindern.
Das hochgelobte Sakrament
Wird deinen Jammer lindern." -
"O Mutter, Mutter! Was mich brennt,
Das lindert mir kein Sakrament!
Kein Sakrament mag Leben
Den Toten wiedergeben." -


"Hör Kind! wie, wenn der falsche Mann,
Im fernen Ungarlande,
Sich seines Glaubens abgetan,
Zum neuen Ehebande?
Laß fahren, Kind, sein Herz dahin!
Er hat es nimmermehr Gewinn!
Wann Seel' und Leib sich trennen,
Wird ihn sein Meineid brennen.", -


"O Mutter! Mutter! hin ist hin!
Verloren ist verloren!
Der Tod, der Tod ist mein Gewinn!
O wär ich nie geboren!
Lisch aus, mein Licht, auf ewig aus!
Stirb hin, stirb hin, in Nacht und Graus!
Bei Gott ist kein Erbarmen.
O weh, o weh mir Armen!" -


"Hilf Gott, hilf! geh nicht ins Gericht
Mit deinem armen Kinde!
Sie weiß nicht, was die Zunge spricht.
Behalt ihr nicht die Sünde!
Ach, Kind, vergiß dein irdisch Leid
Und denk an Gott und Seligkeit,
So wird doch deiner Seelen
der Bräutigam nicht fehlen." -


"O Mutter, was ist Seligkeit?
O Mutter, was ist Hölle! -
Bei ihm, bei ihm ist Seligkeit,
Und ohne Wilhelm Hölle! -
Lisch aus, mein Licht, auf ewig aus!
Stirb hin, stirb hin in Nacht und Graus!
Ohn ihn mag ich auf Erden,
Mag dort nicht selig werden." -


So wütete Verzweifelung
ihr in Gehirn und Adern.
Sie fuhr mit Gottes Führsehung
Vermessen fort, zu hadern;
Zerschlug den Busen, und zerrang
Die Hand bis Sonnenuntergang,
Bis auf am Himmelsbogen
Die goldnen Sterne zogen.


Und außen, horch! ging’s trapp trapp trapp,
Als wie von Rosseshufen;
Und klirrend stieg ein Reiter ab
An des Geländers Stufen.
Und horch! und horch! den Pfortenring,
Ganz lose, leise, klinglingling!
Dann kamen durch die Pforte
Vernehmlich diese Worte:


"Holla, holla! Tu auf, mein Kind!
Schläfst, Liebchen, oder wachst Du?
Wie bist noch gegen mich gesinnt?
Und weinest oder lachst du?" -
"Ach, Wilhelm, du? ... So spät bei Nacht? ...
Geweinet hab ich und gewacht;
Ach, großes Leid erlitten!
Wo kommst du hergeritten?" -


"Wir satteln nur um Mitternacht.
Weit ritt ich her von Böhmen.
Ich habe spät mich aufgemacht
Und will dich mit mir nehmen." -
"Ach, Wilhelm, erst herein geschwind!
Den Hagedorn durchsaust der Wind,
Herein, in meinen Armen,
Herzliebster, zu erwarmen!" -


"Laß sausen durch den Hagedorn,
Laß sausen, Kind, laß sausen!
Der Rapper scharrt; es klirrt der Sporn.
Ich darf allhier nicht hausen.
Komm, schürze, spring und schwinge dich
Auf meinen Rappen hinter mich!
Muß heut noch hundert Meilen
Mit dir ins Brautbett eilen." -


"Ach! wolltest hundert Meilen noch
Mich heut ins Brautbett tragen?
Und horch! es brummt die Glocke noch,
Die elf schon angeschlagen." -
"Sieh hin! Sieh her, der Mond scheint hell.
Wir und die Toten reiten schnell.
Ich bringe dich, zur Wette,
Noch heut ins Hochzeitbette." -


"Sag an, wo ist dein Kämmerlein?
Wo? wie dein Hochzeitbettchen?" -
"Weit! weit von hier! ... Still! kühl und klein! ...
Sechs Bretter und zwei Brettchen!" -
"Hats Raum für mich?" - "Für dich und mich!
Komm, schürze, spring und schwinge dich!
Die Hochzeitsgäste hoffen!
Die Kammer steht uns offen." -


Schön Liebchen schürzte, sprang und schwang
Sich auf das Roß behende;
Wohl um den trauten Reiter schlang
Sie ihre Lilienhände;
Und hurre hurre, hopp hopp hopp!
Ging’s fort in sausendem Galopp,
Daß Roß und Reiter schnoben
Und Kies und Funken stoben.


Zur rechten und zur linken Hand,
Vorbei vor ihren Blicken,
Wie flogen Anger, Heid und Land!
Wie donnerten die Brücken!
"Graut Liebchen auch? ... Der Mond scheint hell!
Hurra! Die Toten reiten schnell!
Graut Liebchen auch vor Toten?" -
"Ach nein! ... Doch laß die Toten!" -


Was klang dort für Gesang und Klang?
Was flatterten die Raben? ...
Horch Glockenklang! horch Totensang:
"Laßt uns den Leib begraben!"
Und näher zog ein Leichenzug,
Der Sarg und Totenbahre trug.
Das Lied war zu vergleichen
Dem Unkenruf in Teichen.


"Nach Mitternacht begrabt den Leib,
Mit Klang und Sang und Klage!
Jetzt führ ich heim mein junges Weib.
Mit, mit zum Brautgelage!
Komm, Küster, hier! Komm mit dem Chor
Und gurgle mir das Brautlied vor!
Komm, Pfaff, und sprich den Segen,
Eh wir zu Bett uns legen!" -


Still Klang und Sang ... Die Bahre schwand...
Gehorsam seinem Rufen,
Kam's, hurre hurre! nachgerannt,
Hart hinters Rappen Hufen.
Und immer weiter, hopp hopp hopp!
Ging's fort in sausendem Galopp,
Daß Roß und Reiter schnoben,
Und Kies und Funken stoben.


Wie flogen rechts, wie flogen links,
Gebirge, Bäum und Hecken!
Wie flogen links und rechts und links
Die Dörfer, Städt und Flecken! -
"Graut Liebchen auch? ... Der Mond scheint hell!
Hurra! Die Toten reiten schnell!
Graut Liebchen auch vor Toten?" -
"Ach ! ... Laß sie ruhn, die Toten." -


Sie da! sieh da! Am Hochgericht
Tanzt um des Rades Spindel,
Halb sichtbarlich bei Mondenlicht,
Ein luftiges Gesindel. -
"Sasa! Gesindel, hier! Komm hier!
Gesindel, komm und folge mir!
Tanz uns den Hochzeitsreigen,
Wann wir zu Bette steigen!" -


Und das Gesindel husch husch husch!
Kam hinten nachgeprasselt,
Wie Wirbelwind am Haselbusch
Durch dürre Blätter rasselt.
Und weiter, weiter, hopp hopp hopp!
Ging's fort in sausendem Galopp,
Daß Roß und Reiter schnoben,
Und Kies und Funken stoben.


Wie flog, was rund der Mond beschien,
Wie flog es in die Ferne!
Wie flogen oben überhin
Der Himmel und die Sterne! -
"Graut Liebchen auch? ... Der Mond scheint hell!
Hurra! Die Toten reiten schnell!
Graut Liebchen auch vor Toten?" -
"O weh! Laß ruhn die Toten!" -


"Rapp’! Rapp’! Mich dünkt, der Hahn schon ruft...
Bald wird der Sand verrinnen...
Rapp’! Rapp’! Ich wittre Morgenluft...
Rapp’! Tummle dich von hinnen! -
Vollbracht, vollbracht ist unser Lauf!
Das Hochzeitsbette tut sich auf!
Die Toten reiten schnelle!
Wir sind, wir sind zur Stelle." -


Rasch auf ein eisern Gittertor
Ging's mit verhängtem Zügel.
Mit schwanker Gert ein Schlag davor
Zersprengte Schloß und Riegel.
Die Flügel flogen klirrend auf,
Und über Gräber ging der Lauf.
Es blinkten Leichensteine
Rundum im Mondenscheine.


Ha sieh! hah sieh! Im Augenblick,
Huhu! ein grässlich Wunder!
Des Reiters Koller, Stück für Stück,
Fiel ab wie mürber Zunder.
Zum Schädel, ohne Zopf und Schopf,
Zum nackten Schädel ward sein Kopf,
Sein Körper zum Gerippe,
Mit Stundenglas und Hippe.


Hoch bäumte sich, wild schnob der Rapp’
Und sprühte Feuerfunken;
Und hui! wars unter ihr hinab
Verschwunden und versunken.
Geheul! Geheul aus hoher Luft,
Gewinsel kam aus tiefer Gruft.
Lenorens Herz, mit Beben,
Rang zwischen Tod und Leben.


Nun tanzten wohl bei Mondenglanz,
Rundum herum im Kreise,
Die Geister einen Kettentanz
Und heulten diese Weise:
"Geduld! Geduld! Wenn's Herz auch bricht!
Mit Gott im Himmel hadre nicht!
Des Leibes bist du ledig;
Gott sei der Seele gnädig!" 



Eigenes Werk:                                                                                                                          

Eleonore

Eleonore Braut der Jagd,
hast du dich jemals gefragt,
welch Tier dir am Nächsten ist,
welcher Macht du unterlegen bist?

Der Tag kommt schnell,
man hört Gebell.
Du schaust in der Wolfen Seele,
verschonst des Tieres erste Kehle,
auf der Jagd-am hellichten Tag.

Eleonore, Prinzessin am Hofe,
man widmet dir hier eine Strophe,
denn du nährst dich aus der Wölfin Brust,
weil du einen Sohn gebären musst.

Besiegelt ist der Pakt,
mit vierzig hats geklappt.
Die Leute reden,
über den späten Segen.

Die Geburt bringt große Not,
der Gatte ist bald tot.
So nimmt der Kaiser sich den Sohn,
gibt der Prinzessin weltlichen Lohn.

Doch was bringt das alles schon,
allein auf dem Thron?

Eleonore, Gattin der Nacht,
dein Prinz hat dir etwas mitgebracht.
Geliebte hab keine Sorgen,
und denke nicht an Morgen.

Doch so blass und dünn am Tage,
fürchtet das Gesindel eine Plage.
Man sieht Eleonore nur noch bei Nacht,
wenn sie wahnsinnig lacht.

Die Toten reiten schnell,
hinter ihr das  vertraute Gebell.
Verlassen muss sie alles hier,
ist sie doch nur noch ein Tier.

Eleonore, Fürstin der Toten,
verberge deine Lippen, die Roten.
Reit schnell wie der Wind mit deinem Gemahl,
bevor dich trifft der Lebenden Pfahl.

By Runar RavenDark 2012


Koralle(rote)-rote Schaumkoralle

Koralle (rote)-rote Schaumkoralle






Mineralklasse: Organisch, kein Mineral
 
Farbe: rosa, hellrot bis fast rostrot, weiß und schwarz

Härte: 3-4

Gebrauch: Schmuckstein

Vorkommen:  zB Japan, Australien, Kanarische Inseln, östliches Mittelmeer.
Korallen sind sehr selten und teuer. Rote und blaue Korallen stehen heute unter Naturschutz. Rote Schaumkorallen aus China und Japan sind häufiger und preisgünstiger.

Sternzeichen: Waage, Fische, Stier. Aber auch Wassermann, Schütze, Krebs, Steinbock, Skorpion.

Fälschung:  Gefärbte, künstliche Korallen oder farbbehandelte Korallen. Auch gepresste Fischgräten werden als Korallen verkauft. Echte Korallen sind nur in gehobenen Preisklassen erhältlich. Rote Schaumkorallen erhält man preisgünstiger.


Psychische Wirkung: 
Die rote Koralle stärkt die Liebesfähigkeit und das Bedürfnis nach Freundschaft und Partnerschaft. Sie schenkt Energie, Freude, Lebenskraft, Lichtblicke und macht uns unempfindlich gegen Neid und Missgunst.

Körperliche Wirkung:  
Die rote Koralle ist gut für die Blutbildung, gesundes Wachstum, geistige Entwicklung. Sie hilft bei Infektionen, Kreislaufproblemen, Bluthochdruck. Die rote Koralle lindert Menstruationsbeschwerden und ist besonders gut für Schwangere und Kinder. Sie wirkt sich positiv auf blutbildende Fermente in Magen und Leber aus. Die rote Schaumkoralle hat eine fast identische, bloß abgeschwächtere Wirkung.

Spirituelle Wirkung: 
Die rote Koralle wird auch Blut der Götter auf Erden genannt. Sie ist ein Schutzstein und steht für Glück und Reichtum. Auch soll sie gegen Neid und schwarze Magie sowie vor Unfällen schützen.
Für Wurzel-/Sexualchakra, aber auch auf dem Herzen zur Meditation.

Anwendungsbeispiele:  
Als Schmuckstein und Schutzstein tragen, Korallenzweige aufstellen. 
Zur Meditation gut geeignet.

Entladen/Aufladen:
Korallen kann man in einer Schale mit Meersalz oder im Meersalzbad entladen und  aufladen. Auch hilft ein Meersalzbad bei Verfärbungen.

!Reagiert empfindlich auf Hitze, Säure, heiße Bäder, Süßwasser, Seife. Keiner längeren Sonnenstrahlung aussetzen!

Gelber Jaspis

Gelber Jaspis





Mineralklasse: Gelbes Quarz
 
Farbe: Senfgelb bis bräunlich oder Ocker

Härte: 6,5-7

Gebrauch: Schmuckstein

Vorkommen:  häufig vorkommender, günstiger Stein, zB Libyen, Simbabwe, Marokko Mexiko.

Sternzeichen: Widder, Jungfrau und Zwilling

Fälschung:  
Kaum und wenn dann meistens Glas, Varietäten anderer Steine oder ähnlich aussehende Steine.

Verwechslung: zB andere bunte Quarze, Achat, Jade, Chalcedon.

Psychische Wirkung: 
Der gelbe Jaspis ist der ruhigste unter den Jaspissteinen. Er schenkt Beständigkeit und Durchhaltevermögen,  Gelassenheit, Vertrauen und Ruhe. Er aktiviert Selbstheilungskräfte und erdet uns.

Körperliche Wirkung:  
Der gelbe Jaspis stärkt das Immunsystem und reinigt den Körper. Er unterstützt die Darmflora, Haut und Haare, verbessert das Körpergewebe. Auch auf den Magen wirkt er sich positiv aus.

Spirituelle Wirkung: 
Wird auch Mutter aller Edelsteine genannt. Jaspis bedeutet "gesprenkelter Stein". Schutzstein gegen Dämonen, wilde Tiere und okkulte Hexerei. Er ist dem Nabelchakra zugeordnet. Gelber Jaspis wurde bei Indern und Indianer schon als Heilstein geachtet für Nieren, Leber und Galle. Die Schamanen schrieben ihm die Eigenschaft zu, mit ihm Regen herbeizaubern zu können und sie verstärkten seine positiven Eigenschaften mit Türkis.
Er schirmt gegen alle Krankheiten und erneuert Geist, Herz und Verstand. Bei den Juden steht geschrieben das Jaspis der erste Grundstein für ein neues Jerusalem sein soll.  Auch bei den Römern und Griechen war er sehr populär.

Anwendungsbeispiele:  
Als Schmuckstein tragen oder in der Hosentasche und zur Heilwasserherstellung. Man sollte ihn möglichst auf der Haut tragen. Zur Meditation gut geeignet.

Entladen/Aufladen:
Grüner Jaspis kann man unter fließendem Wasser, in einem Hämatitbad oder in der Erde sowie mit Weihrauch entladen/reinigen. Aufladen kann man ihn in Mondlicht oder in Bergkristall/Amethyst.

!Der gelbe Jaspis kann Wasserflecken bekommen, darum zum Heilwasser keine Schmuckstücke verwenden, sondern Naturbrocken. Man sollte Schmuckstücke sofort nach Wasserkontakt abtrocknen. Hohe Hitze kann ihn beschädigen!